Berlin (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff spürt bei Bundestrainer Joachim Löw trotz eines unverkennbaren Ergebnisdrucks keine größere Anspannung.

"Natürlich weiß auch Jogi, dass er natürlich jetzt einen gewissen Kredit verspielt hat und dass er da Ergebnisse bringen muss.
Aber ich sehe ihn immer sehr entspannt. Ich habe ihn in vielen Situationen erlebt, auch in Drucksituationen während der Turniere und auch bei Personalentscheidungen", sagte Bierhoff in einen Interview der Sendung "Wontorra on Tour", das am kommenden Montag (19.00 Uhr) bei Sky Sport News HD und Sky Bundesliga 1 HD gesendet wird.

Die "Löw-Raus"-Rufe deutscher Fans beim EM-Qualifikationsspiel der Fußball-Nationalmannschaft im Oktober in Estland (3:0) habe der 59-Jährige gar nicht bemerkt. "Das sind eigentlich die Momente, die ihn auch stark machen, weil er dann die Ruhe bewahrt, weil er dann eigentlich an die Sache denkt, nicht an populistische Entscheidungen", sagte Bierhoff. Diskussionen hatte es zuletzt um Löws Entscheidung gegeben, trotz der Verletzung von Abwehrchef Niklas Süle den von ihm aussortierten Mats Hummels derzeit nicht in die DFB-Auswahl zurückzuholen.

Die Nationalmannschaft tritt am 16. November in Mönchengladbach gegen Weißrussland und drei Tage später in Frankfurt gegen Nordirland zu den letzten beiden EM-Qualifikationsspielen an. Möglicherweise reicht schon ein Sieg gegen Weißrussland für das Turnier-Ticket 2020. Nach einem vielversprechenden Jahresbeginn mit dem 3:2 in den Niederlanden im März hatte es im September und Oktober eher mäßige Auftritte der von Löw stark verjüngten Nationalmannschaft gegeben. Kritik gab es besonders für das 2:4 gegen Oranje in Hamburg.

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