Düsseldorf (dpa) - Der 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird am Freitagabend mit dem Spiel VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen eröffnet. Die weiteren Partien im Überblick:

1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Union jagt die eigenen Rekorde: 15 Punkte nach acht Runden, sieben Spiele ohne Niederlage. Gegen Eintracht kann der vierte Sieg nacheinander folgen, auch das gab es vorher nie. Die Eintracht ist seit fünf Spielen sieglos, verlor dabei allerdings nur einmal.

STATISTIK: Die Eintracht verlor noch keines der bisher fünf Pflichtspiele daheim. In der Vorsaison siegten die Frankfurter 2:1. Allerdings revanchierte sich Union mit einem 2:1 im Rückspiel.

PERSONAL: Marius nach Corona-Zwangspause und Griesbeck sind bei Union wieder eine Alternative. Der Einsatz von Hübner ist ungewiss. Endo, Gentner, Schlotterbeck, Pohjanpalo und Ujah fehlen weiter. Bei der Eintracht ist Younes nach negativen Corona-Tests wieder ins Training zurückgekehrt, ebenso der zuletzt verletzte Rode. Wegen eines positiven Tests ist Barkok in Quarantäne.

BESONDERES: Awoniyi, der einen Treffer beim jüngsten 2:1-Sieg der Eisernen in Köln erzielte, ist schon der elfte unterschiedliche Torschütze der Berliner in der laufenden Saison.

RB Leipzig - Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für Leipzig ein Pflichtsieg und ein vom Papier her einfacher Auftakt vor den entscheidenden Spielen in der Champions League und bei den Bayern. Bielefeld kommt mit sechs Niederlagen nacheinander.

STATISTIK: Beide Clubs trafen erst zweimal aufeinander. In der Zweitliga-Saison 2015/16 gewann RB in Bielefeld durch ein Tor von Selke. Beim 1:1 im Rückspiel traf der heutige Kapitän Sabitzer.

PERSONAL: Halstenberg ist wieder fit, dafür fällt in Henrichs der nächste Abwehrspieler lange aus. Diverse Stammspieler könnten eine Pause erhalten.

BESONDERES: Seit dem Aufstieg in die Bundesliga hat Leipzig 16 Mal gegen Aufsteiger gespielt - und nie verloren. RB-Coach Nagelsmann trifft erstmals in seiner Laufbahn auf die Arminia.

Borussia Dortmund - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beim BVB läuft es rund, das Favre-Team hat nur einen Punkt Rückstand auf die Münchner. Die sieglosen Kölner brauchen dringend Punkte gegen den Abstieg.

STATISTIK: Die Rheinländer sind seit 18 Liga-Spielen sieglos und haben im April 1991 zum letzten Mal in Dortmund gewonnen (2:1). Seitdem gab es dort in 20 Gastspielen vier Remis und 16 Niederlagen.

PERSONAL: Der BVB hat keine Personalprobleme. Der FC kann womöglich wieder auf Modeste, Schmitz und Bornauw zurückgreifen.

BESONDERES: Dortmunds Trainer Favre hat nach 76 Bundesliga-Spielen in Dortmund schon 50 Siege auf dem Konto - kein BVB-Coach vor ihm erreichte diese Marke so schnell.

FC Augsburg - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Freiburg steht nach sieben Bundesliga-Spielen ohne Sieg unter Druck. Augsburg kann sich ein beruhigendes Polster auf die Abstiegsränge verschaffen.

STATISTIK: Augsburg verlor in der Liga zu Hause nie gegen Freiburg, es gab drei Siege und fünf Remis. Freiburg hat gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten eine so gute Bilanz wie gegen den FCA.

PERSONAL: Gruezo ist beim FCA zurück. Kwon fehlt Freiburg nach einer Covid-19-Erkrankung weiter. Auch Kübler fällt aus.

BESONDERES: Freiburg erzielte die meisten Liga-Tore in der Anfangsviertelstunde, der FCA die zweitmeisten in der Schlussviertelstunde.

VfB Stuttgart - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der FC Bayern will die Tabellenführung behaupten und sich nach dem 1:1 gegen Bremen und den gezeigten Anfälligkeiten beim 3:1 gegen Salzburg wieder verbessern. Aufsteiger VfB hat einen gelungenen Saisonstart hingelegt, zuletzt aber viermal nacheinander nur unentschieden gespielt.

STATISTIK: Die Münchner können eine ihrer Bestmarken einstellen, wenn sie zum 65. Mal in der Bundesliga gegen die Stuttgarter gewinnen. Nur gegen den Hamburger SV haben sie bislang so oft gewonnen.

PERSONAL: Die Bayern können wieder mit Tolisso und dem in der Champions League angeschlagen ausgewechselten Pavard planen. Ob Süle nach seinem Trainingsrückstand dabei sein wird, ist offen. Dem VfB steht Abwehrspieler Mavropanos wieder zur Verfügung.

BESONDERES: VfB-Trainer Matarazzo wird am Samstag 43 Jahre alt und steht an seinem Geburtstag erstmals als Cheftrainer in einem Duell mit dem Rekordmeister in der Verantwortung.

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Beim Champions-League-Überflieger Borussia Mönchengladbach gab es für die Schalker lange Zeit nichts zu holen, der letzte Pflichtspielsieg im Borussia-Park liegt mehr als sieben Jahre zurück.

STATISTIK: Die Gladbacher sind seit sieben Heimspielen ohne Niederlage, Schalke hat seine historische Negativserie auf 24 Spiele ohne Sieg ausgebaut.

PERSONAL: Die Gastgeber müssen weiterhin auf Bensebaini (Corona) und Hofmann (Muskelbündelriss) verzichten. Bei Schalke fehlen Fährmann, Sané, Paciencia, Harit, Bentaleb, Ibisevic und Kutucu.

BESONDERES: Die bislang letzte Partie zwischen beiden Teams zählt schon zur Schalker Club-Historie: Am 17. Januar 2020 gewannen die Königsblauen mit 2:0 und feierten damit den bislang letzten Sieg in einem Bundesligaspiel.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Bayer ist in dieser Saison noch unbesiegt und kann sich mit einem Heimsieg in der Spitzengruppe festsetzen. Hertha steht mit erst sieben Punkten schlechter da als erwartet.

STATISTIK: Die Berliner haben von den zurückliegenden sieben Spielen nur eins gewonnen. Aber: Sechs von sieben Punkten holte Hertha durch Auswärtssiege in Bremen und Augsburg. Bayer gewann zuletzt fünfmal nacheinander.

PERSONAL: Bei Bayer könnte Lars Bender nach muskulären Problemen in den Kader zurückkehren. Den Berlinern fehlen Ascacibar und Cordoba.

BESONDERES: Die letzte Niederlage kassierte die Werkself am 20. Juni 2020 - 0:2 bei Hertha BSC. Durch die Niederlage verpasste Leverkusen am Ende den Sprung in die Champions League.

FSV Mainz 05 - TSG 1899 Hoffenheim (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Mainz hat dank des ersten Saisonsieges am vergangenen Spieltag vorerst die Abstiegsplätze verlassen. Hoffenheim ist in der Liga seit sechs Spielen sieglos.

STATISTIK: Mit wenigen Ausnahmen gab es zuletzt immer viele Tore, wenn beide Teams aufeinandertrafen. Die Gesamtbilanz aus bisher 22 Bundesligaduellen sieht Mainz mit 9:7 Siegen sogar leicht vorn.

PERSONAL: Bei den 05ern kehrt Kapitän Latza in den Kader zurück. Stürmer Szalai fehlt verletzt. Die TSG kann wieder auf alle sieben Spieler, die zuletzt wegen Corona-Fällen pausieren mussten, zurückgreifen.

BESONDERES: Beide Teams setzen auf ihre Torjäger: Sowohl der Mainzer Mateta als auch TSG-Stürmer Kramaric haben in dieser Saison schon siebenmal getroffen.

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