Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga hat in der Corona-Krise zunächst keinem der 49 Bewerber die Lizenz für die kommende Saison 2020/21 verweigert. Dies teilte die DFL mit.

Die Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs hatte allerdings am 31. März beschlossen, dass die finanziellen Kriterien in Form einer Liquiditätsberechnung in diesem Jahr nicht geprüft werden. Damit soll allen Vereinen die Möglichkeit und Zeit gegeben werden, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen. Falls die Saison in der 1. und 2. Liga nicht mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann, droht einigen Clubs nach Medienberichten die Pleite.

Manche Bewerber müssen bis Mitte Juni noch Bedingungen erfüllen, um im Falle der sportlichen Qualifikation die Spielberechtigung zu erhalten, schrieb die DFL. Oder sie erhielten die Lizenz unter Auflagen.

Im ersten Schritt wurde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überprüft. Bis Mitte Mai geht es unter anderem um rechtliche und infrastrukturelle Kriterien. Nach Ablauf der Beschwerdefrist tagt dann erstmals der Lizenzierungsausschuss unter dem Vorsitz von Jan-Christian Dreesen. Der finanzielle Aspekt wird nach DFL-Angaben in der kommenden Spielzeit erneut überprüft, die Unterlagen sind bis zum 15. September einzureichen. Die endgültige Entscheidung über die Erfüllung von Bedingungen und die Vergabe der Lizenzen sei spätestens für die zweite Juni-Hälfte vorgesehen.

DFL-Mitteilung