Lissabon (dpa) - Vor dem Countdown für die Vorbereitung auf das Königsklassen-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain gönnte Julian Nagelsmann seinen Spielern noch einen freien Tag am Strand und Pool.

Nur zum gemeinsamen Mittag- und Abendessen trommelte der Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig das ganze Team im Palacio Estoril Hotel Golf & Spa vor den Toren Lissabons wieder zusammen. Am Sonntag soll dann auch das Training als sportlicher Vorlauf für das wichtigste Spiel der Club-Historie wieder aufgenommen werden.

"Es wird sicher eine spannende Aufgabe. Ich traue mich trotzdem zu sagen, wenn wir einen richtig guten Tag erwischen wie gegen Atlético, mit ein bisschen Glück, dann können wir das Spiel gewinnen", sagte Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer mit Blick auf die Partie am Dienstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) im Estádio da Luz.

"Aber dass PSG natürlich Favorit ist, ist selbsterklärend", fügte der 26-jährige Österreicher in einem virtuellen Pressegespräch trotz der Hoffnung auf die Champions-League-Finalteilnahme an. "Es wird ein einmaliges Erlebnis für uns. Wir haben Bock drauf", sagte Sabitzer.

Die Möglichkeit zum Abschalten kam ihm nach dem 2:1 im Viertelfinale gegen Atlético Madrid durchaus entgegen. "Wir haben ein schönes Hotel mit zwei, drei Minuten zum Strand. Da waren wir schon ein, zwei Mal unten", berichtete er. "Langweilig wird es einem nicht."

Gleich nach dem Atlético-Spiel hatten Nagelsmann und Kapitän Yussuf Poulsen die Bedeutung einer ausreichenden Regeneration unterstrichen. "Es geht darum, den Akku wieder aufzuladen. Dann steht eine neue große Herausforderung bevor", sagte Poulsen. Nagelsmann versprach: "Wir werden im nächsten Spiel wieder die Körner haben, um ein guter Gegner zu sein."

Den historischen 8:2-Erfolg des FC Bayern München gegen den FC Barcelona habe man am Vorabend auch bei einem gemeinsam Essen verfolgt, erzählte Sabitzer. Konkret äußern wollte er sich zu der Fußball-Gala aber nicht. Man beschäftige sich nur mit dem eigenen kommenden Kontrahenten. "PSG ist ein schwerer Gegner mit richtig guten Spielern in den Reihen. Sie haben auch als Kollektiv zusammengefunden und einen Trainer an der Seite, der auch detailverrückt ist", sagte Sabitzer.

Beim 2:1 gegen Atlético hatte der Österreicher beide RB-Tore sehenswert vorbereitet. Besonderes Lob bekam er von Nagelsmann für seinen Pass zum Siegtor, der zuvor nicht einstudiert gewesen war. "Das war eine spontane Idee. Ich habe ihn einfach mal reingelöffelt. Das war nicht ganz so schlecht", sagte Sabitzer.

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