München (dpa) - Der ehemalige Fußball-Referee Hellmut Krug hat lange unter dem monatelangen Schiedsrichter-Streit im Jahr 2017 gelitten.

"Ich bin zufrieden und glücklich, obwohl ich eine schwere Zeit hinter mir habe, die für mich und meine Familie sehr belastend war. Für mich war das ein Spießrutenlaufen", sagte der 62-Jährige in einem Interview dem Portal "Sport1.de". Er klagte über eine "regelrechte Verleumdungskampagne". Ihm habe die Unterstützung von Schiedsrichterkollegen und von der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes gefehlt.

Den langjährigen Spitzenfunktionären Krug und Herbert Fandel war von FIFA-Referee Manuel Gräfe unter anderem Vetternwirtschaft und Mobbing vorgeworfen worden. Im Januar 2018 wurden diese Vorwürfe im Abschlussbericht eines vom DFB eingeschalteten Anwalts allerdings entkräftet. Zuvor hatte Krug seine Funktion in der Schiedsrichterkommission Elite und als Projektleiter Videobeweis abgeben müssen. Krug arbeitet jetzt für die Schweizer Fußball-Liga an der Einführung des Videobeweises mit.

Interview bei Sport1