Berlin (dpa) - Edeltechniker Toni Kroos hält den ersten direkt verwandelten Eckball seiner Karriere keineswegs für Zauberei.

"Spontan war das schon, aber spontan gewollt. Ich bin zur Ecke gelaufen und habe bemerkt, dass sich Valencias Torhüter auf Höhe des Fünfmeterraums mit seinem Verteidiger unterhält", sagte der deutsche Nationalspieler in Diensten von Real Madrid im Sport1-Interview zu seinem Kunststoß im spanischen Supercup gegen den FC Valencia. Die Königlichen waren in Dschidda durch ein 3:1 gegen den Liga-Rivalen ins Cup-Finale eingezogen.

"Das muss man auch nicht trainieren. Eigentlich ist es der gleiche Schuss wie bei einem Freistoß oder einer Flanke", sagte Kroos nach seinem spektakulären Treffer zum 1:0 in der 16. Minute, bei dem Valencias Keeper Jaume Domenech eine ganz schlechte Figur abgab.

"Als ich mir den Ball hingelegt habe, waren sie immer noch am Erzählen. Dann muss man sich natürlich schnell entscheiden. Der Schuss hat einigermaßen gepasst", schilderte der gebürtige Greifswalder Kroos, dem zum ersten Mal ein Eckentor glückte. "Ich hatte es schon einmal versucht, in der Champions League gegen Paris", sagte der 30-Jährige. "Da hätte es schon fast geklappt, aber Navas im Tor hat den Ball im letzten Moment noch bekommen." Domenech nicht.

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Sport1-Interview mit Toni Kroos