Leipzig (dpa) – Cheftrainer Julian Nagelsmann begrüßte acht Tage nach dem Aus im Halbfinale der Champions League seine Spieler in Leipzig zurück.

Während der RB-Kader noch nicht komplett ist, präsentierten die Sachsen in Xaver Zembrod einen weiteren Co-Trainer. Der 54-Jährige wechselt von Bayer Leverkusen nach Leipzig, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschrieb.

Damit gehören nun sieben Assistenten zum Stab um Nagelsmann, der mit Zembrod bereits im Nachwuchs bei 1899 Hoffenheim zusammengearbeitet hat. "Uns war es wichtig, uns im Trainerteam noch breiter aufzustellen. Auf uns kommt eine intensive Saison mit vielen Spielen und zahlreichen Englischen Wochen zu", sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Nagelsmann bleibt bis zum Pokalspiel am zweiten September-Wochenende beim 1. FC Nürnberg nur wenig Zeit, seinem Team einen neuen Schliff zu verleihen. Die Länderspielpause mit zahlreichen Abstellungen seiner Nationalspieler lässt kaum Raum für kreative Ansätze. Zudem ist der Kader noch nicht vollständig.

"Bis zum Saisonstart sind wir komplett", hatte Vorstandschef Oliver Mintzlaff beim Champions-League-Finalturnier angekündigt. Völlig offen ist noch, wie man den Abgang von Timo Werner zum FC Chelsea kompensieren kann. Die Spiele gegen Atletico Madrid und Paris Saint-Germain zeigten, dass im Angriff noch vieles unrund läuft.

Auch deshalb hat Nagelsmann unmissverständlich Ersatz für Werner gefordert. "Ja, den brauchen wir schon. Es wäre extrem dämlich, wenn man es anders sieht", sagte der Chefcoach der "Sport Bild". "Wir haben ja bereits Hee-chan Hwang geholt, können Timo aber natürlich nicht eins zu eins ersetzen und müssen seine 47 Scorerpunkte auf mehrere Schultern verteilen."

In Patrik Schick hatten die Sachsen einen Spieler, der zumindest als Vollstrecker in Erscheinung treten kann. Doch der Leihvertrag mit der AS Rom endet am 31. August. RB ist die Ablöse von 25 Millionen Euro zu teuer, man wollte sie drücken beziehungsweise erneut eine Leihe anstreben. Doch da spielen die Italiener (noch) nicht mit. Zumal es offenbar Clubs wie Bayer Leverkusen gibt, die bereit sind, die Ablöseforderungen zu erfüllen.

Das RB-Interesse am Bremer Milot Rashica, mit dem man sich angeblich bereits einig war, scheint erloschen. Zumindest ist öffentlich keine Rede mehr vom flinken Werder-Angreifer, der durch den Klassenverbleib der Bremer für RB ebenfalls zu teuer geworden war. Und so ploppen täglich neue Transfergerüchte um den Champions-League-Halbfinalisten auf. Die Vereinsbosse schweigen und arbeiten.

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