Murcia (dpa) - Der FC Schalke 04 hat sein erstes Testspiel in der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga ohne Alexander Nübel bestritten.

Beim 0:1 (0:1) gegen den belgischen Erstligisten VV St. Truiden in der Pinatar Arena von Murcia stand der einstige Stammtorhüter, der mit seinem Wechsel zum FC Bayern im kommenden Sommer beim Revierclub zuletzt für Kritik gesorgt hatte, nicht im Kader. Stattdessen absolvierte er laut "Bild" eine Einheit im Fitnessraum.

Das schürt Spekulationen, dass der künftige Münchner beim Bundesliga-Fünften seinen bisherigen Stammplatz verliert. Als Reaktion auf seinen Wechsel war er zuletzt bereits als Kapitän abgesetzt worden. Begründet wurde das Fehlen mit der für weitere zwei Bundesliga-Spiele wirksamen Sperre von Nübel. Beim deutschen Rekordmeister in München erhält der Keeper einen Fünfjahresvertrag und wird Konkurrent von Nationaltorhüter Manuel Neuer.

Dagegen feierte der vom FC Augsburg ausgeliehene Michael Gregoritsch in der zweiten Halbzeit sein Debüt im königsblauen Trikot. Doch weder der Winter-Zugang noch der Nübel-Ersatz Markus Schubert konnten die Niederlage verhindern. Für den Siegtreffer des Tabellenelften der Jupiler League sorgte Yuma Suzuki in der 28. Minute.

Für die verletzungsbedingt geschwächte Innenverteidigung plant Schalke offenbar kurzfristige Verstärkungen. "Wir werden im Winter auf die aktuelle Situation reagieren. Das bedeutet, dass wir uns noch Gedanken über die Innenverteidigung machen werden", sagte Sascha Riether, Koordinator der Lizenzspielerabteilung, im Interview des Nachrichtenportals "t-online.de".

Für mögliche Winter-Transfers seien Kaderplaner Michael Reschke und Sportvorstand Jochen Schneider "in einem stetigen Austausch" mit Schalkes Trainer David Wagner: "Wie ist der Stand bei den Verletzten? Will noch ein Spieler den Verein verlassen? Und dann gilt es, Lösungen zu finden und zuzuschlagen", sagte Riether.

Dass Amine Harit bereits von den Champions-League-Plätzen als Saisonziel des aktuellen Bundesliga-Fünften spricht, ist für Riether kein Problem. "Ich finde es gut, wenn unsere Spieler Träume und Ziele haben, wir wollen da niemandem den Mund verbieten", sagte er. "Jeder einzelne Spieler muss sich jedoch bewusst sein, dass noch nichts gewonnen und unsere Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Wenn nur ein Spieler einen Schritt weniger als notwendig macht, kann es bereits wieder in die falsche Richtung gehen", betonte Riether.

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"Bild"-Bericht zu Nübel (Bezahlschranke)