Mainz (dpa) - Sportvorstand Rouven Schröder vom FSV Mainz 05 hat Trainer Jan-Moritz Lichte vor dem wichtigen Heimspiel gegen den FC Schalke 04 das Vertrauen ausgesprochen.

"Jan-Moritz macht einen guten Job, besonders damit, wie er alle mitnimmt, nur bildet es sich noch nicht in den Ergebnissen ab. Dieses Wochenende hat deshalb für mich auch keinen Endspielcharakter für den Cheftrainer", sagte Schröder in einem Interview des "Kicker".

Der 45-Jährige betonte allerdings auch die Bedeutung der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky). "Wenn man als Tabellen-18. auf den 17. trifft und man das Ergebnis mit in die Länderspielpause nehmen wird, dann wissen alle, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist", sagte Schröder.

"Wir wollen aus der Situation raus. Auf jeden Fall ist der Druck groß", sagte Lichte zwei Tage vor dem Spiel und ergänzte: "Beidseitig wird versucht werden, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Eine gewisse Hektik erwarte ich schon."

Lichte hatte Ende September als Interimslösung von Achim Beierlorzer übernommen. Unter dem 40-Jährigen verbuchte Mainz seither keinen Sieg in vier Partien.

Indes schloss Schröder eine Einbindung des langjährigen Managers Christian Heidel nicht aus. "Wir haben alle ein hervorragendes Verhältnis zu Christian Heidel, der mich 2016 geholt hat, schätzen ihn sehr und wissen, dass er den Verein aus dem Effeff kennt", sagte Schröder.

Zuletzt gab es Spekulationen, Heidel könnte nach Mainz zurückkehren. Schröder ist überrascht, wie das Thema plötzlich aufkam. "Man ist seit jeher im Austausch - deshalb ist es grotesk, dass es auf einmal öffentliches Thema werden soll, ob man ihm gestern drei SMS geschrieben hat", sagte der 45-Jährige.

Heidel hatte der "Bild" vorher bereits gesagt, er werde einen Ratschlag nicht verweigern, wenn danach gefragt werde. "Kritik oder öffentliche Tipps an Mainz 05 gibt es von mir aber seit 2016 nicht und das bleibt so", fügte der 57-Jährige hinzu.

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