Moskau (dpa) - Vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Domenico Tedesco bewogen, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Trainer des russischen Fußball-Erstligisten Spartak Moskau nicht zu verlängern.

"Ich empfinde es als großes Privileg, hier Trainer sein zu dürfen. Aber ich vermisse meine Familie, vor allem meine Tochter. Corona hat alles wahnsinnig kompliziert gemacht. Wegen der Pandemie haben wir uns kaum noch gesehen, sie konnten mich nicht in Moskau besuchen", sagte Tedesco.

Spartak hatte zuletzt angekündigt, den 35-Jährigen länger binden zu wollen. Wie es nach der Station in Russland weitergeht, ist offen. "Über meine weitere Zukunft habe ich mir noch null Gedanken gemacht. Bis zum nächsten Sommer zählt nur eines: Spartak Moskau. Ich werde hier bis zum letzten Tag Vollgas geben", sagte Tedesco.

Es sei die schwerste Entscheidung seiner Karriere gewesen, sagte der frühere Schalker Bundesliga-Coach und begründete den Zeitpunkt der Verkündung mit dem Gebot der Fairness: "Ich wollte nicht rumeiern, sondern mit offenen Karten spielen. So hat der Club Planungssicherheit und kann in Ruhe die Weichen für die nächste Saison stellen."

Tedesco hatte im Oktober 2019 den Posten bei Spartak übernommen und den Club noch bis auf Platz sieben und ins Pokal-Halbfinale geführt. Derzeit ist Spartak in der Premjer-Liga in der Spitzengruppe.

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