Frankfurt/Main (dpa) - DFL und DFB wollen weiter verschiedene Möglichkeiten testen, wie Fußball-Zuschauer in den Bundesliga-Stadien besser über Entscheidungen mit Hilfe des Videoassistenten informiert werden können.

"Generell ist es so, dass DFL und DFB gemeinsam bemüht sind, zur neuen Saison einen weiteren Schritt in Sachen Transparenz in Sachen Videoassistent zu schaffen", teilte ein Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes auf dpa-Anfrage mit.

Skeptisch ist DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, ob die Zuschauer-Information mit dem getesteten Schiedsrichter-Headset die beste Möglichkeit wäre, um mehr Transparenz beim Videobeweis zu schaffen. Der Referee könnte damit die Fans über die Stadion-Lautsprecher sofort informieren, warum ein Videobeweis läuft und wie das Ergebnis lautet.

"Aus meiner Sicht wäre es eher suboptimal, wenn der Schiedsrichter über sein Headset und die Stadion-Lautsprecher alles erklärt wie im American Football", sagte Zimmermann der "Sport-Bild". "Gerade wenn man an die Geräuschkulisse im Stadion denkt."

Bereits auf der von der Deutschen Fußball Liga veranstalteten Messe "SportsInnovation 2018" Anfang Mai in Düsseldorf waren Tests mit Schiedsrichter-Headsets, aber auch mit Erklärungen auf der Videowand von strittigen Spielszenen gezeigt worden. "Die Zuschauer müssen besser informiert werden, etwa über Einblendungen auf Videowänden", sagte auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert im "Handelsblatt".

DFL-Mitteilung zur SportsInnovation 2018 und zum Videoassistenten