Belgrad (dpa) - Im Glücksrausch riss sich Torheld Raúl Bobadilla nach seinem Last-Minute-Tor das Trikot vom Leib und feierte vor dem Block mit den 1000 Augsburger Fans.

Sein südamerikanisches Temperament konnte der bullige Angreifer nach dem spektakulären 3:1-Erfolg des FC Augsburg bei Partizan Belgrad nicht mehr bändigen. Das war ein ganz intensives Spiel, richtig geil bis zum Ende. Alle Toren waren wichtig, aber das letzte war noch wichtiger, es war der Schlüssel, jubelte der Fußball-Nationalspieler aus Paraguay nach der Sensation.

Bobadilla ist nun endgültig Augsburgs Mr. Europacup. Es war sein sechster Treffer, damit führt er die Torschützenliste der Europa League an. Paul Verhaegh flankte, Caiuby legte vor mit dem Kopf - und Goldjunge Bobadilla köpfte den Ball ins Tor. Das war das Näschen, das du brauchst, lobte Manager Stefan Reuter den Torjäger.

Bobadilla steht goldrichtig bei dem Tor, sagte Markus Weinzierl. Dabei hätte der leicht am Fuß verletzte Angreifer in der 90. Minute gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen, wie der FCA-Coach verriet. Ich hatte mit ihm vereinbart, dass er nur 60 Minuten spielt. Aber bei 2:1 ist das nicht gegangen, da habe ich ihm ein bisschen Verlängerung gegeben, erzählte Weinzierl. Es war eine kluge Entscheidung. So konnte Bobadilla zum Helden von Belgrad werden.

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