Hamburg (dpa) - Der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Opfer eines Diebstahls und Ziel eines Erpressungsversuchs geworden.

"Bernd Hoffmann ist Opfer einer Straftat geworden. Er hat sich sehr schnell und vertrauensvoll an die Polizei gewandt. Deshalb waren wir in der Lage, die Täter so schnell zu ermitteln", sagte Polizei-Sprecher Timo Zill der Zeitung. Auch der Hamburger SV bestätigte auf Anfrage die Vorgänge, wollte sich ansonsten nicht weiter äußern.

Demnach war dem Chef des Fußball-Zweitligisten in der vergangenen Woche im ICE eine Tasche entwendet worden, in dem unter anderem sein Laptop und sein Portemonnaie waren. Mit Hilfe von Bildern von Videokameras am Hamburger Hauptbahnhof wurde der mutmaßliche Täter identifiziert und festgenommen. Bei einer Durchsuchung von dessen Wohnung wurde die Tasche und das Portemonnaie gefunden, aber nicht der Laptop.

Wenige Tage später wurde Hoffmann per Mail angeboten, seinen Computer zurückzukaufen. Der 57-Jährige ging zum Schein darauf ein. Er schaltete die Polizei ein, die den zweiten mutmaßlichen Täter festnahm. Hoffmann erhielt seinen Laptop zurück.

"Die Polizei hat in beiden Fällen sehr schnell und professionell reagiert. Ich bin sehr froh, dass die Sachen so schnell wiederbeschafft wurden", sagte der Vorstandschef des Hamburger SV der "Bild".

Der Vorgang weckte Erinnerungen an die sogenannte Rucksack-Affäre des damaligen HSV-Sportchefs Peter Knäbel. Im August 2015 waren ihm ein Rucksack mit vertraulichen Club-Dokumenten gestohlen worden. Der Rucksack wurde später in einem Park gefunden.