Hamburg (dpa) - HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann ist grundsätzlich bereit, Geld für Verstärkungen zur Verfügung zu stellen, um die Chance auf den Wiederaufstieg des Clubs in die Fußball-Bundesliga zu erhöhen.

"Es besteht Konsens darüber, dass wir etwas machen könnten, wenn wir glauben, dass es der richtige Weg ist", sagte Hoffmann dem Hamburg Journal und NDR 90,3 im Interview. Fest steht, dass die Hamburger aufgrund der Verletzungen von Jan Gyamerah und Josha Vagnoman auf den Außenverteidiger-Posten zu knapp besetzt sind. Zudem ist ein Nachbessern im Offensiv-Bereich angedacht.

Fußball-Idol Uwe Seeler wünscht sich, "dass der HSV noch ein paar Mark zusammenkratzt und noch jetzt in der Pause einen, zwei oder auch drei Spieler kauft", sagte der 83 Jahre alte ehemalige HSV-Profi und -Präsident dem "Hamburger Abendblatt" am Montag im Podcast. Denn es müsse "noch viel getan werden", damit die Rückkehr in die 1. Liga gelinge. "Ich glaube, wir brauchen hinten noch eine Verstärkung und vor allem vorne mal einen, der knipsen kann. Dann wäre ich mir sicherer, dass sie aufsteigen, was ich mir natürlich von Herzen wünsche", sagte der DFB-Ehrenspielführer Seeler weiter.

Immerhin: Trotz der mageren Ausbeute von zuletzt nur sieben Punkten aus sieben Partien überwintert der HSV hinter Arminia Bielefeld (34) und vor dem punktgleichen VfB Stuttgart (je 31) auf dem direkten Aufstiegsplatz zwei. "Wir wissen, dass das eine Herkules-Aufgabe ist", sagte Hoffmann zum derzeit knappen Aufstiegsrennen. "Ich bin aber optimistisch, dass wir das große Ziel am 17. Mai erreichen."

Der 56-Jährige setzt vor allem großes Vertrauen in den erfahrenen Trainer Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt, die nach dem verpassten Aufstieg in der vergangenen Spielzeit einen großen Umbruch im Kader des Zweitligisten vorgenommen haben. "Ich bin sicher, dass wir den gesamten Sport in besten Händen haben", betonte Hoffmann.

Er verwies darauf, dass sein Verein auch noch ein weiteres Jahr in der 2. Liga verkraften könnte. Es gelte aber, die sportlich Lücke so rasch wie möglich zu schließen, um dann auch wirtschaftlich aufholen zu können. "Die 1. Liga ist auf Dauer für den HSV kein Ziel, sondern die Geschäftsgrundlage. Deswegen müssen wir alle Kräfte bündeln, um das am Ende dieser Saison zu erreichen", erklärte Hoffmann.

 

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