Berlin (dpa/tmn) - Weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern oder gelb-bräunliche Flecken - die Pilzkrankheit Mehltau bereitet vielen Pflanzenliebhabern Probleme.

Neben Rost oder Grauschimmel gehört sie zu den Gängigsten der rund 100.000 Pilzkrankheiten. Wie kann man Tomaten, Gurken und Co. vor Pilzbefall schützen?

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät zu Hausmitteln wie verdünnter Milch oder einem Zwiebel-Sud. Auch Brühe aus Ackerschachtelhalm oder ein Teeaufguss aus Brennnesseln gelten als Geheimtipp. Die Mittel können sowohl zur Vorbeugung, als auch bei fortschreitendem Pilzbefall auf die Blätter gespritzt werden.

Nicht bei Sonne oder Regen spritzen

Der Nabu empfiehlt dabei, die Hausmittel an bedeckten und trockenen Tagen zu spritzen. Denn Sonnenlicht kann zur Verbrennung der Pflanze führen, Regen wiederum kann die Mittel wegspülen.

Entfernt man stark befallenes Grün, dürfen die Blätter oder ganze Triebe nicht im Kompost, sondern im Hausmüll entsorgt werden. Sonst können Pilzsporen darauf erhalten bleiben, die mitunter bei Wiederverwendung des Kompostes zu Neuinfektionen führen.

Feuchtigkeit verhindern

Ratsam ist auch, die Pflanzen nicht von oben zu gießen. Denn so bleiben die Blätter trocken. Sind sie dauerhaft feucht, kann die Infektionsgefahr durch pilzliche Schaderreger steigen.

Gärtner sollten darüber hinaus darauf achten, dass die Blätter ihrer Pflanzen nicht zu dicht stehen. Sie regelmäßig zurückzuschneiden sorgt laut Nabu für eine bessere Durchlüftung und lässt die Blätter schneller abtrocknen.

Produkte aus Fachhandel als Alternative

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) sieht den Einsatz von Hausmitteln hingegen skeptischer - vor allem wenn sie in hoher Dosierung angewandt werden. Zudem wurde die Umweltverträglichkeit dieser Lebensmittel nicht für den Zweck der Unkrautvernichtung geprüft.

Besser ist es laut LTZ, zugelassene Produkte auf Essig- oder Pelargonsäurebasis in der richtigen Dosierung aus dem Fachhandel zu verwenden.

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