Erfurt (dpa/tmn) - Wer jetzt im Winter schon überlegt, wie er in diesem Jahr Farbe in die dunklen Schattenecken seines Gartens bringen kann, der sollte auf Staudengewächse setzen.

Als echten Schattenstar macht Cornelia Pacalaj von der gartenbaulichen Lehr- und Versuchsanstalt in Erfurt das Zottige Silberglöckchen (Heuchera villosa var. macrorrhiza) aus. Von September bis November erscheinen die namensgebenden Blüten über dem limetten-grünen und im Winter orangerot verfärbten Laub.

Robust und trockenheitsresistent ist auch der Knotige Storchschnabel (Geranium nodosum). Über glänzendem Laub blüht er auch im trockenen Schatten von Mai bis zum Frost rosaviolett. Eine weitere Empfehlung: Das himmelblau blühende Kaukasusvergissmeinnicht 'Jack Frost' (Brunnera macrophylla), das die Blicke vor allem wegen seines herzförmigen Laubes und der silbrig-grünen Blattzeichnung auf sich zieht.

Abwechslungsreiche Staudenpflanzungen lassen sich selbst an trockenen schattigen Stellen und unter flachwurzelnden Laubgehölzen wie Birken und Ahorn anlegen, wie Gartenbau-Ingenieurin Pacalaj erklärt. Als "Schatten-Härtefall" gelten aber Fichten. Darunter könne man höchstens noch Oxalis acetosella pflanzen, den Wald-Sauerklee.

Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Erfurt

Bund deutscher Staudengärtner