Adelsdorf (dpa/tmn) - Der Zaunkaktus (Pachycereus marginatus) ist der Kaktus des Jahres 2020. Er kann hierzulande aber nur im Gewächshaus oder an einem Zimmerfenster wachsen. Im Haus geht das aber langsamer, auch auf Blüten können die Hobbygärtner kaum hoffen, erklärt die Deutsche Kakteen-Gesellschaft.

Dafür kann der Zaunkaktus im Grundbeet in einem Gewächshaus schnell zu groß werden. Die Kakteenart ist trotz der schwierigen Haltung sehr beliebt: Die Art hat eine gerade, hellgrüne Sprosse mit vier bis sieben Rippen. Auf ihnen sitzen gleichmäßig und perlschnurartig angeordnete Gruppierungen von Dornen - Areolen genannt. Die Experten raten zum Setzen in handelsübliche Kakteenerde, die gut Wasser ableiten sollte.

Sein deutscher Name kommt nicht von ungefähr: In seiner mexikanischen Heimat wird die Kakteenart gerne in dichten Reihen als lebender Zaun verwendet. Sie werden in der Regel drei bis fünf Meter hoch. Dort entwickeln die Pflanzen auch essbare, süße Früchte. Außerdem werden die Blütenknospen wie Gemüse gebraten oder geschmort.

Gewählt wurde der Zaunkaktus zum Titelträger für 2020 von den Kakteengesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.