Lebach (dpa/tmn) - Was im Garten hilft, bringt auch im Wintergarten etwas: Ein umweltschonender Weg, Spinnmilben an Pflanzen zu bekämpfen, ist das Aussetzen von Fressfeinden wie die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis. Diese kann man im Fachhandel kaufen

Meist erhält man kleine Blattstücke oder Karten mit den Tierchen. Wichtig ist, sie so früh wie möglich auf den befallenen Pflanzen auszusetzen, erklärt die Saarländische Gartenakademie. Außerdem dürfen die Karten mit den Tieren nach dem Kauf oder der Lieferung nicht für längere Zeit im Freien stehen und auch nicht direkter Sonneneinstrahlung sowie Temperaturen von unter zehn Grad ausgesetzt sein.

Und die Fressfeinde benötigen für zumindest einige Stunden am Tag Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad und ausreichend Feuchtigkeit. Die Experten raten Hobbygärtnern, die Pflanzen daher täglich mehrfach mit einem Wassernebel aus der Sprühflasche zu überziehen.

Die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis ist orangerot und etwas größer als die Spinnmilbe. Sie saugt Eier, Jungtiere und die erwachsenen Spinnmilben aus. Diese Schädlinge können sich auf allen Zimmerpflanzen ausbreiten, typisch für einen Befall sind fein gesprenkelte Blätter.

Meist bevorzugen die Spinnmilben die Blattunterseite und sind in der Nähe der Adern aktiv, denn sie saugen den Zellsaft aus. Erst werden die Blätter gelblich-weiß bis silbrig. Später verfärben sie sich grau bis graubraun und sterben ab. Die Art Gemeine Spinnmilbe produziert außerdem feine Gespinste.