Berlin (dpa/tmn) - Sie locken mit Fotos von teuren Autos, wertvollen Uhren und schönen Urlaubslocations: Dubiose Anbieter für Geldanlagen, die über soziale Medien vor allem junge Menschen ansprechen wollen.

Dahinter stecken meist undurchsichtige Angebote, warnt das Marktwächter-Team, ein Frühwarnsystem der Verbraucherzentralen. Die Experten gehen davon aus, dass das Geschäftsmodell in rund zwei Drittel der gemeldeten Fälle ein Schneeballsystem ist.

Schneeballsysteme finanzieren sich, indem die Zahl der Mitglieder kontinuierlich steigt. Aus Einzahlungen der neuen Mitglieder werden etwa passive Einkommen der bestehenden Mitglieder generiert. Diese Systeme kollabieren zwangsläufig, warnen die Verbraucherschützer.

Um neue Kunden zu gewinnen und ihre Produkte zu vertreiben, nehmen sie über Likes, persönliche Nachrichten und Freundschaftsanfragen Kontakt auf und bauen so Beziehungen auf. Die Anbieter präsentieren häufig angebliche persönliche Erfolgsgeschichten. Doch wer nach schriftlichen Informationen dazu fragt, wie Gewinn oder Rendite erwirtschaftet wird, bekommt in der Regel keine.

Die Verbraucherschützer sammeln derzeit weitere Beschwerden - wer unseriöse Geldanlagen über soziale Medien angeboten bekommen hat, kann seine Erfahrungen online schildern.

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