Goldbeck l Das Finanzministerium hat es den Antragstellern nicht gerade leicht gemacht. Erst die ohnehin lange Wartezeit, dann der Bescheid über eine Stark III-Auswahlliste, ohne zu sagen, wer auserwählt ist. Freitagmittag hatte das Warten endlich ein Ende. Die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck wird für den in Goldbeck geplanten Grundschulneubau mit einer Fördersumme ganz genau in Höhe von 1 476 348,29 Euro bedacht. Damit kommt die Kommune mit ihrem Vorhaben in der zweiten von drei Stark III-Förderrunden zum Zuge.

„Puh, Gänsehaut“, kommentierte Goldbecks Bürgermeister Torsten Dobberkau. „Ich freue mich riesig.“ Da darf zunächst ein Punkt gesetzt werden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur neuen Grundschule.“ Was auch Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau so sieht, der zunächst den Mitarbeitern des Bauamtes für die ganzen Anstrengungen bezüglich des Antrages danken möchte. Und dem Verbandsgemeinderat, der sich für das Vorhaben ausgesprochen hat. Status quo sei nun folgender: Die Kreditaufnahme zur Finanzierung des Eigenanteils (in Höhe von rund 600 000 Euro, Anm. d. Red.) ist in den Haushalt der Verbandsgemeinde eingearbeitet. Der Haushalt ist beschlossen, aber noch nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt. Die Verbandsgemeinde warte nun auf den Zuwendungsbescheid von der Investitionsbank als bewilligender Behörde und dann könne es mit den Auschreibungen laut Planung losgehen.

Nicht geklärt ist nach wie vor die Frage, ob Goldbeck rein rechtlich den Eigenanteil, also den Kredit der Verbandsgemeinde, abzahlen darf. Das möchte der Gemeinderat Goldbeck, da er mindestens selbiges Geld auch in die Sanierung der alten Grundschule hätte stecken müssen. Unter dieser „Goldbeck-zahlt-Prämisse“ hatte auch der Verbandsgemeinderat zugestimmt, Fördergelder zu beantragen. Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass das Gremium das Vorhaben angesichts des Förderbescheids platzen lässt, wenn die Kommunalaufsicht die Finanzierung nicht akzeptiert. Nur würden sich dann wohl auch andere Finger heben: Wenn das Schulvorhaben Goldbeck von der gesamten Verbandsgemeinde getragen wird, warum soll es dann nicht auch jenes in Iden und Arneburg?

Diese Frage soll die positive Nachricht aus Magdeburg aber nicht schmälern. Goldbeck ist dank Stark III-Geldern auf dem Weg zu einem Schulcampus mit besten Lernbedingungen – wie es sich für ein künftiges Grundzentrum gehört.