Bernburg l Ein Tor nach der Sirene, eine Rote Karte oder der schnellste Treffer des Turniers nach drei Sekunden – die Hallenfußball-Kreismeisterschaft der D-Junioren wartete mit spektakulären Aktionen auf.Spannend blieb es bis zum Schluss. Das temporeichste und intensivste Duell um den Turniersieg lieferten sich die ersten Mannschaften aus Bernburg und Staßfurt. Die 09er investierten mehr, da sie aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Sieg brauchten, um die Askanen noch abfangen zu können. Aufgrund der schlechten Chancenverwertung bliebt ihnen dieses Erfolgserlebnis am Ende verwehrt.

Und auch im Rennen um den vierten Rang entschied das Torverhältnis. Den sicherte sich der SV 09 Staßfurt III, da er gegen den SV Pretzien nur knapp verlor und somit am Ende besser dastand. Die Blau-Weißen dürften sich darüber allerdings nur kurz geärgert haben, schließlich beendeten sie den Wettbewerb mit einem Erfolgserlebnis und schossen in diesem Duell ihre beiden Tore des Turniers. Mit diesem Dreier kletterte das Team noch auf dem fünften Rang. Da dürfte auch der Ärger über die knappe 0:1-Niederlage gegen Askania II verflogen sein. Der Gegentreffer fiel nach der Sirene, da der Torschütze den Ball mit dem Signalton berührte und er in der Folge noch ins Tor rollte.

SSC mit Pech

Der Schönebecker SC ist zwar etwas abgeschlagen auf dem sechsten Rang, doch hatte das Team in den Begegnungen zuweilen Pech. Gegen den Vizemeister beispielsweise hielten die „Grünen“ lange die Null, hatten dann aber Pech bei einer verunglückten Flanke von Staßfurts John Köbl. Keeper Tilman Knoblauch hatte den Ball schon. Er entglitt aber seinen Händen und fiel ins Tor. Beim 0:2 hatte der SSC dann keine Chance, vor dem Treffer war sehr gut kombiniert worden. Nach einem Kopfballtor zum 1:2 kam noch einmal Leben ins Spiel. Till Peschel hatte sogar die große Chance auf den Ausgleich, doch der Schuss ging knapp am Kasten vorbei. Und auch bei einem Freistoß zeigte 09-Keeperin Kristina Hauczinger ihre ganze Klasse.

Hitzig wurde es im Spiel zwischen dem SSC und Staßfurt III. Frühzeitig hatten die 09er die drei Mannschaftsfouls erschöpft. Im Anschluss gab es für jedes weitere einen Freistoß ohne Mauer. Der erste wurde noch zum 1:2-Anschluss verwandelt, doch dann scheiterten die Schönebecker erst am Pfosten und dann am besten Turnierkeeper Jan-Moritz Michael, sodass es beim 1:2 blieb. Nach der Sirene gab es noch eine Rangelei, in deren Folge Staßfurts Benjamin Neumann die Rote Karte sah und für den Rest des Turniers gesperrt war.

Den schnellsten Treffer gab es zwischen Staßfurt III und dem späteren Turniersieger. Bereits drei Sekunden nach dem Anpfiff klingelte es im Kasten der Bernburger. Dieser zeigte sich allerdings nur kurzzeitig geschockt und drehte die Partie noch in einen 2:1-Sieg, sodass Askania I die bessere Ausgangsposition im Endspiel verteidigte.

Schönebecker SC: Tilman Knoblauch – Paul Meyer, Gunnar Plan, Filip Mandic, Simon Kröplin, Jonas Klotz, Levin Stegemann, Jannis Lammel, Till Perschel, Lennert Reichmann

SV Blau-Weiß Pretzien: Philipp Müller – Oliver Müller, Maximilian Vorwerk, Tim Kunze, Tommy Conrad, Niklas Pfanne, Fritz August Bäcker, Thiemo Pflughaupt, Max-Hubert Bruchmüller

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