Magdeburg l Mit Pappkronen und künstlichen Schnurrbärten im Stile von Trainer Heiner Brand feierten die deutschen Handballer vor zwölf Jahren den WM-Titel. Im letzten Hauptrundenspiel am Mittwoch gegen Spanien kamen die Helden von damals in der Halbzeitpause auf die Platte und wurden von den Fans frenetisch gefeiert.

Die Euphorie um die Handballer war 2007 ja ähnlich groß. Mit einem 29:24 gewann das DHB-Team im Finale gegen Polen. Aber was ist aus den Helden von damals geworden?

Trainer Heiner Brand (66) ist als Experte für den TV-Sender Sky unterwegs und damit in der Bundesliga noch eng am Geschehen dran. Der damalige Kapitän Markus Baur (47) sitzt während der WM ebenfalls am Mikrofon und ist für das ZDF im Einsatz. Der zentrale Rückraumspieler arbeitet sonst für eine Immobilienfirma und hat den Trainerschein.

Zwei der Weltmeister-Torhüter stehen immer noch zwischen den Pfosten. Carsten Lichtlein (38) beim VfL Gummersbach und Johannes Bitter (36) beim TVB Stuttgart. Henning Fritz (44), der sich damals im Finale verletzte, arbeitet unter anderem als Sky-Experte.

Nah am Team

Nah dran am Nationalteam ist weiterhin Oliver Roggisch (40). Der damalige Abwehrchef sitzt als Teammanager auf der Bank. Diese Funktion übt er auch beim Bundesliga-Verein Rhein-Neckar Löwen aus. Drei Feldspieler von damals sind auch noch in der Bundesliga aktiv. Linkshänder Holger Glandorf (35) ist mit Flensburg erneut auf Meisterkurs und hat einen Vertrag bis 2020. Michael Haaß (35) ist Kapitän beim HC Erlangen. Und Michael Kraus (35) spielte in Stuttgart in der Hinrunde groß auf. Eine Operation an der Hand verhinderte, dass „Mimi“ sogar noch ein Thema für die WM wird.

Florian Kehrmann (41) sitzt in Lemgo als Trainer auf der Bank. Torsten Jansen (42) ist Coach bei Zweitligist HSV Hamburg, wo Stefan Schröder (37) als Standby-Spieler hilft und sonst im Immobilienbereich tätig ist. Aktiv am Ball ist auch noch Christian Zeitz (38), der nach seinem Ende per Gerichtsstreit beim THW Kiel noch in der 3. Liga für Nußloch als Spielertrainer fungiert.

Auch Sebastian Preiß (37) ist für Springe in der 3. Liga am Ball. Genau wie Andrej Klimovets (44) als Spielertrainer in Pforzheim. Michael Hegemann (41) arbeitet als Lehrer, ist zudem Co-Trainer bei Zweitligist Tusem Essen.

Im Fernsehen regelmäßig zu sehen sind Pascal Hens (38) und Dominik Klein (35). Letzterer beendete im letzten Sommer seine Karriere und ist aktuell Experte für die ARD. „Pommes“ Hens, der damals mit sechs Toren im Finale einer der Matchwinner war, ist für Sky im Einsatz und war auf Vox im Format „Ewige Helden“ zu sehen.

Der damalige Kreisläufer Christian Schwarzer (49) arbeitet als Koordinator und Trainer für den Handballverband Saar. Rolf Hermann (37) betreibt ein Fitnessstudio und Lars Kaufmann (36) beendete gerade sein BWL-Studium. Oleg Velyky starb 2010 im Alter von 32 Jahren an einem Krebsleiden.