Paris (dpa) - So schlecht waren die Handballer der SG Flensburg-Handewitt schon lange nicht mehr. Nach einem dürftigen Auftritt in der ersten Halbzeit verloren die Norddeutschen das Vorrundenspiel in der Champions League bei Paris St. Germain glatt und verdient mit 21:29 (10:19).

"Paris hat die PS auf die Platte gebracht, wir nicht", monierte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke nach dem Spiel, mit dem sich die Franzosen den Sieg in der Gruppe B und den vorzeitigen direkten Einzug ins Viertelfinale der europäischen Königsklasse sicherten.

Die Flensburger, die auf Rang drei zurückfielen, aber mit dieser Platzierung immerhin im Achtelfinale sind, fanden nur sehr schwer ins Spiel. Schmäschke: "Und dann kommt eine Phase, in der Paris das sehr gut macht und uns förmlich überrennt." So war die Partie vor 3500 Zuschauern im nicht ausverkauften Stade de Pierre Coubertin schon zur Pause entschieden.

Schmäschke beklagte einmal mehr die großen Strapazen, die der enge Terminplan der Bundesliga und der Champions League mit sich bringt: "Es soll keine Entschuldigung sein, aber keine 48 Stunden nach dem Spiel gegen Melsungen findet die Mannschaft sich ohne Training in der nächsten Halle wieder." Bis zum nächsten Bundesliga-Auftritt haben die Norddeutschen nun aber etwas Zeit. Das Team von Trainer Maik Machulla ist erst am Donnerstag in der Auswärtspartie beim TV Hüttenberg wieder gefordert.

Ob Anders Zachariassen dann mitwirken kann, wird sich erst am Montag entscheiden. Der Kreisläufer hatte sich beim Aufwärmen in Paris am Knie verletzt und konnte nicht spielen. Eine eingehende Untersuchung soll nach der Rückreise aus Frankreich erfolgen. Schmäschke sagte "Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist."

Drei Tage nach der 25:26-Heimpleite in der Bundesliga gegen die HSG Wetzlar gewann der THW Kiel am Sonntag in der Champions League beim dänischen Meister Aalborg HB mit 27:20 (15:11). Mit den punktgleichen Flensburgern und Telekom Veszprem aus Ungarn (alle 15:9) streiten die "Zebras" in den verbleibendenden zwei Vorrundenspielen um den zweiten Platz in der Gruppe B. Beste Kieler waren der siebenfache Torschütze Niclas Ekberg und Torhüter Niklas Landin.

Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie in der europäischen Königsklasse schafften die Rhein-Neckar Löwen durch das 32:29 (16:14) über den schwedischen Vertreter IFK Kristianstad als dritter Bundesligist den vorzeitigen Sprung in das Achtelfinale. Allerdings konnte der deutsche Meister einmal mehr nicht voll überzeugen. "Wir haben in einigen Phasen, in denen wir das Spiel eigentlich im Griff haben, zu einfache Fehler gemacht", beklagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen nach dem Spiel im TV-Sender Sky.

Im EHF-Cup feierte Frisch Auf Göppingen durch das 25:20 (15:10) beim slowenischen Vertreter RD Koper den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

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