Dortmund (dpa) - Der neue Frauen-Bundestrainer Henk Groener sieht die zahlreichen Rücktritte aus dem Handball-Nationalteam nicht als Nachteil für seine Arbeit an.

"Das ist okay", sagte er im Interview der "Ruhr Nachrichten". "Wenn man nur 80 Prozent bringen kann, aus welchen Gründen auch immer, dann hat man bei der Nationalmannschaft auch nichts verloren." Zuvor hatten nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM im Dezember acht Spielerinnen im Nationalteam ihre Karriere beendet.

Mit seiner neuen Mannschaft wird der Niederländer Groener am 21. März im EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien sein Pflichtspiel-Debüt bestreiten. Für eine erfolgreiche Zukunft sollte sich der Frauen-Handball in Deutschland seiner Meinung nach deutlich professioneller aufstellen. "Wenn der Frauen-Handball in Deutschland wirklich nach vorne kommen will, dann sollte man anfangen, den Frauen-Handball ernstzunehmen", sagte der 57-Jährige. "Die Spielerinnen müssen alles dafür tun, ganz nach oben zu kommen. Sie müssen sagen: Egal ob Studium, Ausbildung oder Beruf - der Handball muss immer im Vordergrund stehen."

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