Osnabrück (dpa) - Nicht über, sondern mit Flüchtlingen sprechen, das wollen zwei syrische Filmemacher aus Osnabrück. Anis Hamdoun und Maan Mouslli planen dazu eine Reise quer durch Deutschland auf der Suche nach Neuankömmlingen. Wir wollen Interviews mit Flüchtlingen führen, sagt Hamdoun, der aus einer syrischen Theaterfamilie stammt.

Die Dokumentarfilmer interessieren sich für die Geschichten und Erlebnisse der Newcomers - so heißt das Filmprojekt - in Deutschland, wo die Flüchtlinge Hilfsbereitschaft, aber auch Gewalt erfahren. Wir suchen immer noch nach Menschen, die wir vorstellen wollen. Einige haben wir schon gefunden, sagt Hamdoun, der 2013 aus seiner Heimat nach Deutschland kam. Er zeigt sich auch offen für Interviews mit Pegida-Vertretern: Mich schreckt das nicht.

Hamdoun arbeitete bereits als Schauspieler, Journalist und Theaterregisseur. Beim Osnabrücker Theaterfestival Spieltriebe im September inszenierte er sein autobiografisches Stück The Trip. Mouslli ist Fotograf, Radio-Journalist und Dokumentarfilmer. Beide haben bereits eine kleine Serie von Video-Clips auf YouTube produziert: Achso from Osnabrück - dort geben sie mit deutschen Freunden Migranten Tipps für das Leben in Deutschland, von der Suche nach einem Arzt bis zu der nach einer Wohnung.

Infos zum Filmprojekt

Achso from Osnabrück