Berlin (dpa) - Der Schauspieler Gael García Bernal ("Mozart in the Jungle") hat vor einer "Banalisierung" der MeToo-Debatte gewarnt. "Man sollte jeden Fall einzeln und mit viel Sensibilität betrachten", sagte der Mexikaner am Freitag auf der Berlinale.

"Es gibt reale Opfer und reale Täter, die großen Schaden angerichtet haben." Sexuelle Gewalt gebe es nicht nur in der Filmwelt, sondern sie sei Teil einer Machtstruktur, die in vielen Teilen der Welt vorherrsche.

In Berlin hat García Bernal den Film "Museum" ("Museo") vorgestellt, der im Wettbewerb läuft. In dem Streifen von Alonso Ruizpalacios über einen Kunstraub spielt García Bernal einen der beiden Studenten, die 1985 einen spektakulären Raub im Anthropologischen Museum in Mexiko-Stadt verübten.