Oldenburg (dpa) - Oldenburg wird in den kommenden Tagen wieder zum Treffpunkt der internationalen Independent-Filmszene. 55 Produktionen werden von Mittwoch (13.9.) bis Sonntag (17.9.) beim 24. Internationalen Filmfest zu sehen sein. Darunter sind neun Weltpremieren und 13 Deutschlandpremieren.

Zu Beginn des Filmfestes ist am Mittwoch der Film "Familiye" zu sehen, den unter anderem Moritz Bleibtreu produziert hat. Bleibtreu wird auch zur Eröffnungsgala kommen, sagte eine Festivalsprecherin. In dem Streifen geht es um Danyal, der sich nach einer fünfjährigen Haftstrafe um seine beiden Brüder kümmern muss, den spielsüchtigen Miko und den geistig behinderten Muhammed.

Dem Filmproduzenten Edward R. Pressman widmet das Filmfest eine Retrospektive. Seit 1967 produzierte er mehr als 80 Kinofilme, darunter "Wall Street", "The Crow" und "American Psycho". Pressman erhält neben dem Schauspieler Lou Diamond Phillips ("La Bamba") den Ehrenpreis des Festivals. Phillips wird am Freitag in einer Weltpremiere seinen neuen Film "Quest" präsentieren. Darin geht es um einen Jungen, der die Schule schwänzt, Graffiti sprayt und zu Hause mit einem prügelnden Stiefvater lebt. Ein Lehrer hilft ihm, einen neuen Weg zu finden.

Im vergangenen Jahr ging der "German Independence Honorary Award" an den Oscar-Preisträger Nicolas Cage. Der Weltstar verbrachte ein paar Tage in Oldenburg und sorgte für viel Aufsehen. In den vergangenen Jahren zog das Festival den Veranstaltern zufolge rund 17 000 Zuschauer an.

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