Berlin (dpa) - Er hängt an einem abhebenden Flugzeug, hält unter Wasser bis zur Bewusstlosigkeit die Luft an, rast auf dem Motorrad in Höchstgeschwindigkeit durch die Gegend und seilt sich von hohen Gebäuden ab - Tom Cruise hat es immer noch drauf.

Der US-Schauspieler ist inzwischen 53 Jahre alt, aber seine halsbrecherischen Stunts macht er fast alle noch selbst. Und davon gibt es in Mission: Impossible - Rogue Nation (jetzt auf DVD/Blu-ray) reichlich.

Dabei riskiert Cruise unter der Regie von Christopher McQuarrie Kopf und Kragen: Tom will nicht das Gefühl haben, dass alles zu sicher ist, meinte sein Stunt-Koordinator Wade Eastwood in einem Interview mit Variety. Er sagte, dass würde seine Performance ruinieren. Mission: Gelungen.

Ganz ohne Angst aber ging das nicht ab: Ich habe mir ein bisschen in die Hose gemacht, sagte Cruise über die atemberaubende Eröffnungsszene mit der startenden Militärmaschine. Bei den Extras kann man sich noch tiefer in die Stunts versenken.

Im fünften Teil der Actionreihe um den amerikanischen Top-Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein unbesiegbares Wunderteam bleibt die Welt, wie sie schon vor 20 Jahren beim Start der Serie war: Ganz gut und ganz böse.

Dieses Mal gilt es, einen Schurkenstaat namens Syndicate zu besiegen. Das Problem ist, dass die Mission Impossible Force (MIF) auf Drängen der CIA aufgelöst wurde - und sich Hunt nun umso schwerer gegen seinen heiseren, psychopathischen Konterpart (Sean Harris) und dessen Bösewichte behaupten kann. In Marokko, London und nicht zuletzt in Wien gedreht, reihen sich die Stuntszenen atemberaubend aneinander.

Ein bisschen erinnert die Geschichte auch an den neuen James-Bond-Film Spectre, aber statt eines Bond-Girls gibt es hier die schwedische Schauspielerin Rebecca Ferguson als Undercover-Agentin Ilsa Faust: Sie begegnet Tom Cruise/Ethan Hunt auf Augenhöhe und geht keiner körperlichen Auseinandersetzung aus dem Weg. Und auch in einer geplanten Fortsetzung soll der schwedische Shootingstar offenbar wieder mit an Bord sein.