Halle/Magdeburg (dpa) l Zu keiner Zeit im Jahr passen Märchen so gut wie im Advent. Die Theatermacher im Land wissen das. Ob „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Der Nussknacker“ – auf den Bühnen sind in der Weihnachtszeit zahlreiche Klassiker zu sehen. Einige Zuschauer sichern sich teilweise schon im Oktober Karten für die beliebtesten Stücke. Neue Weihnachtsmärchen nimmt das Publikum nur zaghaft an.

„Wir sind für die Menschen so wichtig wie der Tannenbaum an Weihnachten“, sagte die Sprecherin des Theaters Magdeburg. Wie jedes Jahr sei „Der Nussknacker“ das beliebteste Stück im Vorweihnachtsprogramm. Die Aufführungen waren teilweise schon Anfang November ausverkauft. Zu einem „absoluten Renner“ entwickle sich in diesem Jahr das neu ins Repertoire aufgenommene Stück „Hexe Baba Jaga im Zauberwald“. Das russische Märchen wecke bei vielen Zuschauern Erinnerungen an früher, vermutete die Theatersprecherin. Deshalb sei die Nachfrage besonders groß, vor allem bei den Erwachsenen.

Das Nordharzer Städtebundtheater sieht eher bei den kleinen Zuschauern Potenzial. Die Kindermärchen „Hänsel und Gretel“ sowie „Kalif Storch“ werden in diesem Jahr zum ersten Mal aufgeführt, wie ein Theatersprecher sagte. Die Nachfrage an den Vorstellungen für die Vormittage sei hoch. Vor allem Kita-Gruppen und Schulklassen zeigen Interesse. Das Theater führt die Stücke zudem an unterschiedlichen Spielstätten auf. So könnten Besucher etwa in Quedlinburg genauso wie in Bernburg in den Genuss der Stücke kommen.

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Mit einer Mischung aus klassischem und neuem Repertoire stimmen die Bühnen Halle auf die Weihnachtszeit ein. Wie schon in Magdeburg sei auch in Halle das Ballett „Der Nussknacker“ der absolute Publikumsliebling, sagte eine Theatersprecherin. Seit 17 Jahren werde das Stück in Halle gezeigt. Anfang Oktober fragten bereits die ersten Interessierten nach Karten. Auch „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ziehe die Zuschauer magisch ins Theater. Neues wagt das Theater in diesem Jahr mit dem Stück „Rotkäppchen“. Acht Schauspielstudenten wollen aus dem Kindermärchen ein freches Schauspiel zaubern. Ende November soll es im Innenhof der Theaterinsel Premiere feiern. Es gebe nur noch Restkarten, hieß es.

Das kleine Theater Naumburg bringt in diesem Jahr das Märchen „Schneewittchen“ auf die Bühne. Es sei in der Weihnachtszeit insgesamt 24 Mal zu sehen, sagte eine Theatersprecherin. Die Vorführungen am Vormittag seien allesamt ausverkauft. Vor allem bei Schulklassen und Kindergartengruppen sei das Märchen beliebt.