Berlin l Die Musiker der Berliner Band Culcha Candela haben mit einer Nachricht bei Twitter einen Shitstorm ausgelöst. Auf einen Tweet, in dem Kabarettistin Hazel Brugger davor warnte den "Lockdown beenden zu wollen, weil er funktioniert" und dazu einen Vergleich von nachhaltiger Verhütung mit Kondomen heranzog, reagierte die Band verkniffen. "Nee, dann lass mal bis 2025 machen, wenn's funktioniert!" Abschließend verwiesen die Bandmitglieder auf das bestehende Auftrittsverbot von dem auch Brugger betroffen ist. 

In einem späteren Tweet schrieb die Band "die Mortalitätsrate ist unter 1%. da lohnt sich für uns als Band schon fast die Ansteckung, damit der Wahnsinn vorbei ist und wir wieder normal leben können." Dazu sei über die Straße gehen gefährlicher, schloss die Band die Kurznachricht. Mit dieser Verharmlosung der Corona-Pandemie waren viele Twitter-Nutzer nicht einverstanden. Es hagelte Kritik an der Einstellung der Gruppe sowie an deren Nutzungsverhalten der sozialen Medien.

Im weiteren Verlauf des Shitstorms erklärte die Band, dass die Absage der Festivals und Großveranstaltung in Deutschland bis zum 31. August einen immensen finanziellen Schaden in der Musikindustrie und bei Musikern und Künstlern hinterlassen wird. So seien bereits mehr als 300.000 Jobs in der Musik- und Veranstaltungsbranche direkt davon betroffen. Für die Musiker sei unverständlich, dass zum Beispiel Autohäuser geöffnet werden, aber Konzerte nicht stattfinden dürfen.

Die Band verwies auch auf umstrittene Aussagen von Comedian Dieter Nuhr, mit welchen dieser wiederum in den sozialen Medien für Aufregung gesorgt hatte. Nuhr liege damit richtig, so die Mitglieder von Culcha Candela.