Halle (dpa) l Von einer verschollenen Goldauflage auf der über 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra sind nun Goldspuren entdeckt worden. "Die rasante Entwicklung der Technik macht das möglich", sagte Landesarchäologe Harald Meller der Deutschen Presse-Agentur. "Das Gold wurde aufgrund der farbigen Wiedergabe eines hochauflösenden Digitalmikroskops lokalisiert."

Der Leiter der Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums Halle, Christian-Heinrich Wunderlich, sagte: "Insgesamt sind auf der Himmelsscheibe 80 Goldpartikel in der Größenordnung von 30 Mikrometer nachweisbar." Zwei Raubgräber hatten am 4. Juli 1999 mit Hilfe eines Metallsuchgerätes die Himmelsscheibe zusammen mit einem Bronzeschatz entdeckt.