Hollywood (dpa) l Der deutsche Spezialeffekte-Experte Gerd Nefzer hat einen Oscar gewonnen. Zusammen mit drei Kollegen wurde er in Hollywood mit dem Preis für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet. Den Preis bekamen sie für ihre Arbeit in dem Science-Fiction-Thriller „Blade Runner 2049“.

Dagegen ging die deutsche Regisseurin Katja Benrath in der Kategorie des besten Live-Action-Kurzfilms leer aus. Ihr Werk „Watu Wote - All of us“ unterlag gegen die britische Produktion „The Silent Child“.Benraths Film handelt von einem Anschlag der radikal-islamischen Shebab-Miliz auf einen Reisebus in Kenia, bei dem sich die muslimischen Passagiere mit ihren christlichen Mitinsassen solidarisieren. Der Film basiert auf einer realen Begebenheit.

Studio Babelsberg gratuliert Gewinner

Benrath kann sich damit trösten, dass sie im vergangenen Jahr für „Watu Wote“ den Studenten-Oscar gewonnen hatte. Auch für den deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer verlief der Abend enttäuschend. Sein Soundtrack für den Kriegsfilm „Dunkirk“ blieb ohne Preis. Gerd Nefzer wiederum darf sich über einen Oscar freuen. Er stammt aus Schwäbisch Hall und arbeitet in der Filmschmiede Potsdam-Babelsberg.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erklärte: „Der Oscar ist ein großartiger Erfolg für Gerd Nefzer und seine Mitstreiter. Er ist aber auch ein wichtiges Ausrufezeichen für den Filmstandort Deutschland und seine hervorragend qualifizierten Filmschaffenden.“ Das Studio Babelsberg gratulierte Nefzer zu seinem Oscar-Gewinn. „Er hat an unzähligen deutschen und internationalen Produktionen mitgewirkt und das Know-how aus Babelsberg in die Welt getragen“, sagte Vorstandschef Christoph Fisser am Montag. „Toll, dass wir auch bei unserer aktuellen Produktion auf die Erfahrung und Kompetenz von Gerd und seinem erstklassigen Team zählen können.“ Heute bereits wird Nefzer zu den Dreharbeiten für den Action-Thriller „The Girl in the Spiders Web“ im Studio Babelsberg zurückerwartet.