Berlin (dpa/sw) l Wenige Tage nach ihrem Ausstieg aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur für die Demokraten hat Senatorin Elizabeth Warren mit einem Cameo-Auftritt bei der Sendung "Saturday Night Life" (SNL) für Aufsehen gesorgt. Die 70-Jährige tauchte in einer Parodie auf die Fox-Sendung "The Ingraham Angle" auf, zusammen mit Komikerin Kate McKinnon, die Warren seit 2017 spielt.

Der Auftritt wurde im Voraus indirekt über den SNL-Twitter-Account angekündigt, in einem Video, in dem McKinnon und Warren zum Lied "Nonstop" des kanadischen Rappers Drake tanzten. Die Tanzeinlage war Teil der "Flip the Switch Challenge": Zwei Teilnehmer stehen vor einem Spiegel - einer hält ein Telefon, der andere tanzt. Bei der ersten Zeile "Look, I just flipped the switch" (deutsch: "Ich habe gerade den Schalter umgelegt") schaltet einer das Licht aus. Wenn das Licht wieder angeht, haben beide die Rollen getauscht.

Die Demokratin hatte sich vorher aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen. Nicht nur bei der Tanzeinlage zeigte sie Humor, sondern auch in einem Satire-Sketch, in dem ein Interview für eine Nachrichtensendung nachgestellt wird. "Mir geht es gut", sagte Warren auf die Frage nach ihrem Rücktritt. Sie habe jetzt Zeit, sich um sich selbst zu kümmern: um Zeit mit ihrem Hund zu verbringen oder großen Banken Telefonstreiche zu spielen, scherzte sie.

Politiker für kurze Auftritte einzuladen oder sie sogar "hosten", also moderieren zu lassen, hat bei SNL lange Tradition. Zu den bisherigen Gästen gehören unter anderem Al Gore, Barack Obama, John McCain und Donald Trump. Letzterer moderierte zweimal: 2004 als Star der Reality-Show "The Apprentice" (genau wie SNL im NBC-Programm) und 2015 als Präsidentschaftskandidat.