Magdeburg l In der Datenbank für Filme und Serien IMDb gibt es einen neuen Erstplatzierten: Mehr als 200.000 Menschen haben für die Serie "Chernobyl" abgestimmt: Der Höchstwert 9,6 von 10 wurde erreicht. Die Serie wurde im Mai 2019 erstmals ausgestrahlt, doch ist schon jetzt avanciert sie damit zur besten Serie aller Zeiten, laut IMDb. Die Serie des Senders HBO thematisiert die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im April 1986.

Fans betonen die hervoragende Produktion der Serie. "Chernobyl" soll das tragische Ereignis und dessen Folgen wie keine andere Serie sehr authentisch einfangen. Opfer des tragischen Vorfalls schreiben auf IMDb, dass die Handlung der Serie die Perspektive der Opfer sehr klar abbildet. Auch die Folgen der nuklearen Katastrophe sollen eindrucksvoll in Drehmaterial eingefangen worden sein.

Ausmaß der Katastrophe

Das Besondere der Katastrophe ist, dass viele Leute den Vorfall erst spät mitbekommen haben und die Angelegenheit erst von der Regierung bewusst heruntergespielt wurde. Die Folgen waren meist schleichend und viele Opfer haben heute noch unter den Folgen zu leiden. An der akuten Strahlenkrankheit starben knapp 50 Leute. Mehrere tausend Tote, die an Krebs und Leukämie erkrankten, stehen im Zusammenhang mit den Ereignisen. Insgesamt war eine Fläche von 218.000 Quadratkilometer kontaminiert und 6.000 Quadratkilometer in der Nähe des ehemaligen Kraftwerks sind bis heute unbewohnbar.

In Deutschland ist "Chernobyl" auf Sky zu sehen. Da die Serie von HBO produziert wurde, kann man sich auch auf deren Website die Serie anschauen.

Touristen-Trend

Zudem wird es zum Touristen-Trend, die Settings der Serie zu besichtigen. Zahlreiche Influencer besuchten bereits die Region, in der sich die Katastrophe ereignete. Sie machen Selfies in Tschnerobyl, um die Bilder dann auf ihrem Instagram-Account mit der Öffentlichkeit zu teilen. Auch hat der örtliche Tourismus in der letzten Zeit stark zugenommen. Es kamen 30 Prozent mehr Besucher in die verseuchte Region als noch im 2018, sagt Sergiy Ivanchuk, Direktor von SoloEast Touren. Und im Sommer werden noch mehr Besucher erwartet.