Kalbe/Milde l Unterschiedliche Plätze im Altmarkstädtchen Kalbe werden bis Sonntag zum öffentlichen Raum für Musik. Am Donnerstag beginnt die zweite Auflage des Festivals „potentiale“ für improvisierte Musik.

Am Abend werden sich neun Musiker, die als residierende Gäste das Festival begleiten, mit Kurzkonzerten vorstellen. Zu ihnen gehören die Cellistin Elisabeth Coudoux, der Improvisationskünstler Jaap Blonk sowie Bassist Achim Tang, die Sonnabend und Sonntag, 22. und 23. Juni 2019,  zu offenen Werkstätten einladen. „Achim Tang wird beispielsweise vor Ort gemeinsam mit örtlichen Bands und Musikern ein Stück entwickeln, das auch aufgeführt wird“, sagt Lisa Wiedemuth.

 „Eingeladen sind zu den Workshops Interessierte, die Musik machen. Das Festival soll helfen, eigenen Potenziale zu entwickeln“, sagt die Görlitzerin. Sie hatte 2015 die Assistenz beim Sommercampus in der Künstlerstadt übernommen. Damals, so erzählt sie, sei gemeinsam mit Schlagzeuger Steffen Roth die Idee zu diesem Festival entstanden. „Das Programm ist dichter geworden, zudem haben wir die Workshop-Angebote ausgebaut“, sagt Wiedemuth. Die gebe es nicht nur zur Musik, sondern beispielsweise auch im Schmieden, Marionettenbau, Yoga, Tanz und Gesang.

Zur Premiere im Jahr 2018 waren fast 100 Besucher nach Kalbe gekommen. 2019, so der veranstaltende Künsterstadt-Verein, habe man die Tickets aufgestockt, aber auf 200 limitiert. Laut Wiedemuth will sich das Festival als Ort der Begegnung verstanden wissen.

Der Verein, der die ländliche Entwicklung thematisiert, hatte 2013 zum ersten Sommercampus geladen.