Quedlinburg (dpa). In der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg im Harz widmet sich eine neue Ausstellung der künstlerischen Entwicklung des Namensgebers. Die Schau "Auf der Suche nach der einfachsten Form" ist vom 13. November bis 9. Januar 2011 zu sehen, wie die Galerie am Samstag mitteilte.

Die Werke des amerikanischen Malers und Grafikers (1871-1956) beschreiben den Angaben zufolge nicht nur seine künstlerische Entwicklung, sondern auch seinen gestalterischen Anspruch. Feininger habe immer versucht, Geschehenes und Erlebtes in einfacher, bildlicher Form darzustellen.

Feininger war von 1919 bis 1933 Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau und zählt zu den populärsten Künstlern der klassischen Moderne. Durch die Hilfe des Quedlinburger Kunstsammlers Hermann Klumpp konnte das Ehepaar Feininger 1937 das nationalsozialistische Deutschland in Richtung USA verlassen. Bei den Nazis galten Feiningers Werke offiziell als "Entartete Kunst". Die Nationalsozialisten konfiszierten 378 Arbeiten des Künstlers aus öffentlichen Sammlungen.

Die Galerie in Quedlinburg ist seit 2006 dem Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Moritzburg, zugeordnet.