Berlin/Kassel (dpa). Vernetze Kunst, Migration, Quantenphysik – die 13. documenta 2012 in Kassel will auf ein einziges übergreifendes Thema verzichten und mit mehr als 100 Künstlern einer Vielzahl "roter Fäden" nachgehen. Mit einer Ausstellung ohne vorgefasstes Konzept werde die documenta an das digitale Zeitalter und ihre unzähligen Netzwerke anknüpfen, wie die künstlerische Leiterin Carolyn Christov Bakargiev in Berlin ankündigte. Die documenta findet vom 9. Juni bis 16. September 2012 in Kassel statt.

In Zeiten der drahtlosen Kommunikation könne eine Kunstausstellung als anachronistische Erfahrung des 20. Jahrhunderts empfunden werden. Die documenta müsse im 21. Jahrhundert die künftige Rolle von Ausstellungen hinterfragen, sagte Christov Bakargiev. Für die Vorbereitung hat die Kunsthistorikerin eine Reihe von Beratern und Kunstexperten engagiert, die die Werke für die Ausstellung auswählen werden.