Magdeburg (dapd). Das Land Sachsen-Anhalt setzt die Förderung von Forschungen zu den Werken des Komponisten Georg-Philipp Telemann bis zum Jahr 2020 fort. Kultusministerin Birgitta Wolff (CDU) unterzeichnet dazu am Mittwoch in Magdeburg gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Stadt eine Kooperationsvereinbarung. Damit werde sichergestellt, dass weitere noch unbearbeitete, aber dennoch wichtige Werke Telemanns wissenschaftlich betrachtet und veröffentlicht werden können, teilte das Ministerium mit.

Das Ministerium fördert die wissenschaftliche Arbeit in den nächsten zehn Jahren mit insgesamt 70 000 Euro. Damit könnten vorerst zwölf Bände mit historisch-kritischen Editionen von Kantaten Telemanns erstellt werden. Betreut wird das Vorhaben vom Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität.

In den vergangenen 19 Jahren wurde bereits ein Teil der Werke des 1861 in Magdeburg geborenen Komponisten Telemann wissenschaftlich untersucht und in einer Telemann-Auswahlausgabe dokumentiert. Das Projekt umfasst 50 Bände mit kritischen Berichten und drei Supplementbände. Das Gesamtschaffen des Komponisten sei schwer zu überschauen, hier schließe die Telemann-Auswahlausgabe eine Forschungslücke, hieß es.