Von Elisa Sowieja

Magdeburg. Diese kratzige Gänsehaut-Stimme, die eingängigen Melodien, die Bilder in ihren Texten: Es ist ein Geschenk für den deutschen Rock, dass sich Selig nach neun Jahren Trennung wieder zusammengerauft haben. Nun steht das zweite Album der Hamburger nach ihrer Wiedervereinigung in den Läden: "Von Ewigkeit zu Ewigkeit".Wer sich an die Selig-Songs aus den 90ern Jahren zurückerinnert, dem schießt wohl als erstes "Ohne dich" ins Ohr – eines der grandiosesten deutschsprachigen Liebeslieder.

Einen Nachfolger findet man auf dem neuen Album zwar nicht. Schlimm ist das aber keinesfalls. Denn auch wenn die Ballade "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" oder das etwas schnellere "Hey, ho" nicht genau so wunderschön melancholisch ist: In Melodie und Text kann man sich trotzdem verlieben. Nur eben auf eine andere Art. Aber nicht nur die Fans von poetischen Worten und Jan Plewkas Stimme kommen auf ihre Kosten. Die schnellen Nummern wie "5000 Meilen" oder "Dramaqueen" wecken Vorfreude – darauf, unter freiem Himmel auf einer Festivalwiese zwischen tausenden Selig-Fans zu tanzen.

Wer sich nicht bis zum Sommer gedulden will, kann am 18. Dezember schon mal in kleinerem Rahmen üben. Dann spielen die Hamburger in der Factory in Magdeburg.