Magdeburg (dpa) l Mit einem Rekordaufgebot von mehr als 400 Bands treten am Sonntag so viele Musiker wie noch nie bei der "Fête de la musique" in Sachsen-Anhalt auf. Das sagte die Schirmherrin der Initiative und Kulturattachée der französischen Botschaft, Violaine Varin, in Magdeburg. "Das Festival wird in Sachsen-Anhalt immer größer." In diesem Jahr seien zehn Städte dabei: Besucher können unter anderem in den Straßen von Magdeburg, Halle, Dessau und Sangerhausen kostenlos Konzerte von Solisten, DJs, Bands, Chören und Orchestern erleben. Geboten werden neben Klassik, Rock und französischen Chansons auch Ska, Elektro-Punk und Heavy Metal.

Die aus Frankreich stammende Tradition von kostenlosen Open-Air-Konzerten wird jedes Jahr weltweit am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, gefeiert.

Französische Musiker und Künstler aus der Region

Die weiteste Anreise nimmt die aus Marseille stammende Band "Gainsbourg Confidentiel" auf sich, deren Stil an die vom Jazz beeinflusste Schaffensphase des französischen Popstars Serge Gainsbourg angelehnt ist. Ein Mammutprogramm bestreitet die Pariser "Alfons Band": An nur einem Tag tritt sie in Sangerhausen, Merseburg und Magdeburg auf. "Die französischen Musiker lieben Deutschland und machen bei der Gelegenheit gern eine kleine Städtetour", sagte Sonja Renner von der Fête-Organisation in Magdeburg.

Neben französischen Musikern werden auch Künstler aus der Region auftreten. Erstmals wird es in diesem Jahr klassische Musik aus Schweden geben: Das 60-köpfige Ensemble des Akademischen Chors und des Orchesters der Hochschule Malmö beendet seine Deutschlandtournee mit einem Konzert auf der "Fête de la musique" in Magdeburg.

Zu den außergewöhnlichsten Veranstaltungsorten des Festivals gehören neben dem Barockgarten von Schloss Blankenburg auch die ehemalige JVA in Magdeburg und das Gasometer in Halle.