Berlin (epd) l Die deutschen Museen haben im Jahr 2010 rund 109 Millionen Besucher gezählt. Wie der Deutsche Museumsbund gestern in Berlin mitteilte, ist dies die höchste Besucherzahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981. Im Vergleich zum Vorjahr 2009 bedeutete dies eine Steigerung um gut zwei Prozent.

Für die Statistik wurden den Angaben zufolge die Besucherzahlen von knapp 6300 Museen ausgewertet. Für das Jahr 2011 liegen noch keine Zahlen vor. Besondere Publikumsmagneten waren den Angaben zufolge das RuhrMuseum und das Museum Folkwang in Essen, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und das 2009 wiedereröffnete Neue Museum in Berlin.

Im Vergleich zu den Museen hätten die Ausstellungshäuser 2010 einen Rückgang der Besucherzahlen verzeichnet. Sie zählten den Angaben zufolge mehr als 6,1 Millionen Gäste. 2009 waren es noch gut 6,4 Millionen. Eine erfolgreiche vorläufige Besucherbilanz für das laufende Jahr haben indes die Organisatoren der im September eröffneten Dauerausstellung im Berliner "Tränenpalast" am Bahnhof Friedrichstraße gezogen. Heute wird dort der 100000. Besucher erwartet.

Im Inneren des "Tränenpalastes" befand sich einst die Ausreisehalle mit den Passkontroll- und Abfertigungsschaltern der DDR-Grenztruppen. Wegen schmerzhafter Abschiede wurde das Gebäude im Volksmund "Tränenpalast" getauft.