Von Liane Bornholdt

Magdeburg. Die Neue Musik hat in Sachsen-Anhalt mit nun drei Festivals einen festen Platz im Konzertkalender. Die längsten Traditionen haben die Hallischen Musiktage, die es schon in der DDR gab. Nach der Wende begann der Tonkünstler Verband Sachsen-Anhalt die alte Tradition der Tonkünstlerfeste wieder aufzunehmen – bisher stehen 18 Feste in 18 Jahren zu Buche.

Jüngstes Kind ist das Impuls Festival für Neue Musik, das derzeit zum 3. Mal stattfindet. Für die Musiktage und Tonkünstlerfeste aber sind nun die Förderungen halbiert worden, und sie sollen nun nur noch im Zweijahresrhythmus stattfinden.

Die Magdeburger Tonkünstler haben sich aber doch entschlossen, in diesem "Pausenjahr" doch ein Kleines 19. Tonkünstlerfest zu veranstalten. Morgen wird es den 17. Jugendkompositionswettbewerb, der stets zu den Tonkünstlerfesten gehörte, geben. Kinder und Jugendliche aus den Komponistenklassen Sachsen-Anhalt und Dresden hatten ihre Werke bereits eingesandt, morgen werden ab 15 Uhr im Telemann-Konservatorium die preisgekrönten Arbeiten aufgeführt.

Das Dresdner Ensemble Sinfonietta unter der Leitung von Milko Kersten wird die neuen Stücke spielen, und die Siegerkompositionen werden vom KOM Bühnen- und Musik-Verlag München veröffentlicht.

Am Abend des 20. November ist ab 19.30 Uhr im Rahmen der Kirchenmusik an der St.-Sebastians-Kathedrale dann noch ein Kammerkonzert mit Kompositionen und Musikern aus Sachsen-Anhalt zu erleben. Kathedralmusiker Matthias Mück wird das Konzert leiten, in dem es um Inspirationen und Improvisationen geht. In Bezug auf Werke von Alban Berg wird eine "Jahrhundertbrücke" zu Uraufführungen von Thomas König, Martin Wagner, Warnfried Altmann und anderen geschlagen.