"Apassionata", die atemberaubende Show mit Pferden, begeistert seit zehn Jahren in Europa. Mit ihrem Jubiläumsprogramm "Freunde für immer" gastierte sie in mehreren Vorstellungen am Wochenende in der GETEC-Arena Magdeburg und wurde enthusiastisch gefeiert.

Magdeburg l Es sind edle Pferde, stolze Reiter aus aller Welt, schöne folkloristische Bilder und mitreißende Musik in einer Welt vieler Farblichter - "Apassionata" erzählt eine Geschichte, in die Dressuren eingebettet sind, die sich nicht nur durch artistischen und künstlerischen Anspruch auszeichnen, sondern auch durch die enge Verbundenheit zwischen Mensch und Pferd.

Amélie, ein Mädchen vom Lande, kommt in die Großstadt und vermisst dort vor allem ihre geliebten Pferde. Sie hegt auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, wie fast alle Mädchen dieses Alters, eine fast schwärmerische Zuneigung zu den edlen Tieren. So sind auch an diesem Abend viele Mädchen unter den Tausenden Zuschauern, die teilweise von sehr weit her gekommen sind, um Apassionata zu sehen.

Es ist ein modernes Märchen mit Musik und Tanz des Balletts, das über zwei Stunden die Zuschauer mit mehr als 40 Pferden und einigen Eseln in die Welt der Träume von Amélie entführt. Ihr Weg in die Stadt wird begleitet von sechs majestätischen tiefschwarzen Friesen und den Reiterinnen der Equipe Petra Geschonnek in Fantasieuniformen. Kraftvoll und elegant zeigen die Pferde dabei anspruchsvolle Figuren, wie etwa die Pesade - einen Lauf auf den Hinterbeinen.

Kaum ist sie in der Hektik der Großstadt angekommen, scheint die Zeit zu rasen, eine überdimensionale Uhr mit wirbelnden Stundenzeigern bestimmt den Takt. Diese Schnelligkeit verkörpern die Reiter der französischen "Voltigeurs du Monde" mit atemberaubenden Kunststücken in vollem Galopp.

Dazwischen immer wieder Christophe Hasta Luego aus Frankreich mit seinen fünf Lusitanos. Er verkörpert den Vater von Amélie in ihren Erinnerungen. Die Pferde reagieren nur auf leise Worte und kleine Gesten. Was in der Show so beeindruckend spielerisch aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit.

Ruhiger geht es zu, wenn die portugiesische Equipe Luis Valença Dressuren der "Hohen Schule" zeigt: An der Hand und unter dem Reiter beherrschen die Pferde alle Lektionen von der Kapriole - einer Art Bocksprung - bis zur Levade, bei der das Pferd sein Gewicht auf die gebeugten Hinterbeine verlagert und die Vorderbeine anzieht.

Auch als Amélie von wilden Westernreitern und Cowboys träumt, werden die Zuschauer nicht enttäuscht. Die "Western Wranglers" zeigen in der Pferdegala die ganze Palette des Westernreitens und mehr: In sogenannten "Spins" drehen sich die Pferde rasant um 360 Grad. "Tanz mit der Garrocha" wird das Reiten um einen in den Boden gerammten Spieß genannt, und das Duo "Flying Shettys" begeistert im Galopp mit nur 87 Zentimeter großen Mini-Shetlandponys nicht nur die kleinen Zuschauer.

Am Ende ihrer Reise findet Amelié zurück in ihr Dorf, zu ihren Eltern und ihren Freunden, den Pferden. Ihren Freunden für immer.