Gotha/Berlin (dpa) l Etwa 40 Jahre nach dem mysteriösem Diebstahl von fünf hochkarätigen Gemälden aus dem Schlossmuseum im thüringischen Gotha sind die Werke möglicherweise wieder aufgetaucht.

Prüfung im Forschungslabor

Das teilte die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha am Freitag mit. Die Bilder alter Meister befinden sich demnach im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen Berlin. Dort werde überprüft, ob es sich tatsächlich um das Diebesgut aus Gotha handele. Der Diebstahl zählt zu den spektakulärsten Fällen in der DDR. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet.

Am gestrigen Donnerstag habe es bundesweite Durchsuchungen gegeben, die mit dem Kunstraub von 1979 in Verbindung stünden, teilte die Stiftung weiter mit. Diese seien vom Landeskriminalamt Berlin in Kooperation mit den jeweiligen Kriminalisten der betroffenen Bundesländer erfolgt.

Bilder

Fünf Millionen DDR-Mark

Die Bilder waren in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 verschwunden. Es handelt sich um die Werke "Brustbild eines jungen Mannes" von Frans Hals, "Landstraße mit Bauernwagen und Kühen" von Jan Brueghel dem Älteren, "Selbstbildnis mit Sonnenblume" von Anthonis van Dyck, "Alter Mann" von Jan Lievens sowie von Hans Holbein dem Älteren "Heilige Katharina". Ihr Wert war damals mit etwa fünf Millionen DDR-Mark angegeben worden.