Der Name gleicht einem Bandwurm : Kunstmuseum im Kloster unser Lieben Frauen. Das romanische Gebäude ist das älteste der Stadt. Es geht auf eine Gründung im 11. Jahrhundert zurück. Hundert Jahre später machte Norbert von Xanten das Kloster zum Ausgangspunkt von 16 weiteren Klostergründungen für seinen Prämonstratenser-Orden. Norbert, Erzbishof in Magdeburg und später heilig gesprochen, ließ sich im Kloster begraben. 1632 verließ der Orden Magdeburg und ließ gegen den Protest der Magdeburger die Gebeine Norberts ins Prager Strahovkloster überführen.

Heute beherbergt die 1945 zum Teil zerstörte romanische Klosteranlage neben einer Konzerthalle in der Marienkirche ein Kunstmuseum, das aus der in den 1970 er Jahren angelegten Nationalen Sammlung Kleinplastik hervorgegangen ist. Ausstellungsorte sind das Winter- und das Sommerrefektorium sowie zwei Tonnengewölbe. Zum Museum gehört ein Skulpturenpark, in dem mehr als 40 bedeutsame deutsche Bildhauerplastiken zu sehen sind. ( rpr )

Ausstellungen : Di bis So. 10 bis 17 Uhr, Konzerthalle : Di. bis So .. 10 bis 18 Uhr.

Der Umgang mit der Serviette löst bei Gästen oftmals Rätselraten aus. Mancher lässt sie einfach unbenutzt liegen, um - sinnbildlich gesprochen - nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Damit erweckt er aber den Eindruck, aus einem Elternhaus zu kommen, in dem der Ärmel auch als Mundtuch dient. Das war aber nur bis ins 16. Jahrhundert mit den Regeln guten Benehmens vereinbar. Dann wurde die Serviette erfunden und Schluss war es mit dem Abwischen der Finger und der Schnute an Kleidung oder Tischtuch.

Alles ganz einfach. Zu Beginn der Mahlzeit kommt die Serviette auf den Schoß - nur wer sich zum Clown machen will, bindet sie um den Hals - und wird zum Ende der Mahlzeit gegen den Originalkniff gefaltet und links neben dem Teller abgelegt. Zwischendurch dient das Tuch der Fleckenabwehr. Das Abtupfen der Lippen schützt den Rand des Glases vor Essenspuren und das Glas selbst vor unschönen Fingerspuren. ( rpr )