Berlin (dpa) l Im Juni geben sich die Weltstars in Deutschland das Mikro in die Hand: Elton John, Rod Stewart und Mark Knopfler führen ihre Tourneen fort, andere starten sie. Darunter ein körperlich etwas angeschlagener Oscar-Gewinner und eine Diva mit unglaublich facettenreicher Stimme.

Phil Collins kann man mit Fug und Recht als Musiklegende bezeichnen. Der Londoner verkaufte rund 100 Millionen Platten, landete unzählige Nummer-Eins-Hits und gewann 2000 sogar einen Oscar. Eigentlich wollte sich der 68-Jährige von der Musik zurückziehen. Auf neue Songs habe er keine Lust mehr. Aber eine neue Tour kündigte der Weltstar dann doch an. Allerdings im Sitzen, weil sein rechter Fuß gelähmt ist. Schlagzeug kann er auch nicht mehr spielen, dies übernimmt sein Teenager-Sohn Nicholas. „Ich bin außerordentlich stolz auf ihn, und ohne ihn würde ich nicht diese Konzerte geben.“ Fans können Vater und Sohn in Stuttgart (5.6.), Berlin (7.6.), Hannover (14./15.6.), Köln (21./22.6.) und München (24.6.) sehen.

Mariah Carey gilt mit mehr als 200 Millionen verkauften Tonträgern als eine der erfolgreichsten Solokünstlerinnen der Welt. Mit ihrem 15. Studioalbum „Caution“ ist Carey auf Welttournee. Ihren einzigen Deutschland-Auftritt gibt die Pop-Ikone, die im vergangenen Dezember mit ihrer Weihnachtstour in Berlin gastierte, am 2. Juni in Hamburg.

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Rammstein sind zurück: Nach ihrem ersten Album nach zehn Jahren sind die Martial-Rocker um Sänger Till Lindemann erstmals in ihrer Karriere auf Stadiontour. Die Live-Show der Truppe ist stets perfekt inszeniert. Die Rocker provozieren nicht nur auf der Bühne, sondern auch musikalisch. Auf Tour spielen die sechs Rocker neben aktuellen Singles wie „Deutschland“ und „Radio“ sicher auch weltweit bekannte Klassiker wie „Engel“ und „Du hast“. Nach dem Auftakt in Gelsenkirchen sind Rammstein im Juni in München (8./9.6.), Dresden (12./13.6.), Rostock (16.6.) und Berlin (22.6.). Im Juli folgen Hannover und Frankfurt.

Status Quo sind vor ein paar Jahren eigentlich schon auf Abschiedstour gegangen, wie viele andere Rocker auch. Aber nun geht es auch bei den Briten weiter, zumindest für das einzig verbliebene Gründungsmitglied Francis Rossi. Der steht bei der Comeback-Tour unter anderem mit dem jungen Rhythmusgitarristen Richie Malone auf der Bühne und präsentiert dort Gute-Laune-Klassiker wie „Rockin All Over The World“ oder „In the Army Now“. Status Quo schwingen die E-Gitarren auf mehreren Festivals – und am 3. Juni in Berlin.

Ed Sheeran präsentiert sich bei seinen Konzerten minimalistisch. Band und Background-Sängerinnen braucht er nicht. Sheeran reichen seine Gitarre und eine Loop-Station, auf der er vorab aufgenommene Tonspuren während der Songs abspielt. Dass der Funke auf das Publikum trotzdem schnell überspringt, erleben die Fans am 22. und 23. Juni am Hockenheimring. Im August gibt Sheeran zwei weitere Konzerte in Hannover.

Die Pop-Rocker von Maroon 5 landen seit über zehn Jahren regelmäßig Radiohits, darunter „This Love“, „Moves Like Jagger“, „She Will Be Loved“ oder „Girls Like You“. Ihre „Red Pill Blues Tour“ führt sie am 3. Juni nach Köln.

Van Morrison ist fleißig. Die Rocklegende aus Nordirland hat in nur einem Jahr ganze vier Alben veröffentlicht. Der 73-Jährige ging schon als Teenager mit seiner Band Them auf Tour. 2015 wurde der Musiker, der auch immer wieder Ausflüge ins Country-Genre unternahm, von Queen Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben. Auf seiner aktuellen Tour macht der Sir am 12. Juni Halt in Berlin. Einen Tag zuvor gibt er ein Open-Air-Konzert im Stadtpark Hamburg.

Take That gelten als eine der erfolgreichsten Bands Großbritanniens. Zum 30-jährigen Jubiläum sind sie auch auf deutschen Bühnen unterwegs. Die Gruppe macht auf ihrer Tour in Düsseldorf (15.6.), Berlin (20.6.), Hamburg (24.6.) und Frankfurt (25.6.) Station.

Lena Meyer-Landrut wurde durch ihren ESC-Sieg mit „Satellite“ 2010 auf einen Schlag bekannt. Ihre neue Platte, mit viel Pop, Jamaika-Sound und R&B-Einflüssen, stellt die 28-Jährige jetzt endlich auch live vor – in Leipzig (12.6.), Nürnberg (13.6.), Karlsruhe (14.6.), Bremen (16.6.), Köln (17.6.), Bielefeld (18.6.), Hannover (20.6.), Stuttgart (21.6.), München (24.6.), Ravensburg (25.6.), Dresden (27.6.) und Berlin (30.6.).

Fleetwood Mac hat sich in den 1960er Jahren als reine Bluesband gegründet, nach mehreren Wechseln in der Besetzung formierte sich die Gruppe aber zur international erfolgreichen Rock-Formation. „Wir werden alle Hits spielen, die die Fans so lieben, und sie mit einigen Stücken aus unserem historischen Song-Katalog überraschen“, verspricht die Band in einer Mitteilung. Das einzige Deutschland-Konzert geben Fleetwood Mac am 6. Juni in Berlin.