Magdeburg l Sachsen-Anhalts Landesmusikrat sieht sich in die Diskussionen um das Impuls-Festival für Neue Musik ungenügend einbezogen und „damit der Möglichkeit der Moderation beraubt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung des Gremiums. Man sehe die Potenziale, die dieses Musikfest hat, erheblich stärker als die von der Landesregierung Sachsen-Anhalt benannten Schwächen. Der Landesmusikrat sehe „die Zeit und die Möglichkeit gekommen, an gemeinsamem Tisch das Impuls-Festival zu evaluieren und auf Grundlage seiner erkennbaren Potenziale zu justieren und strategisch konzentriert weiterzuentwickeln“.

Der Chef der Staatskanzlei und Kulturminister Rainer Robra (CDU) hatte geäußert, dass man nach zehn Jahren ein Festival hinterfragen dürfe. Er stellte zudem die Frage in den Raum, ob man einen Intendanten brauche.

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das Festival für Neue Musik jährlich mit 150 .000 Euro. Intendant ist der niederländische Dirigent und Komponist Hans Rotman.

Der kulturpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Die Linke, Stefan Gebhardt, erteilt „allen Versuchen seitens der Staatskanzlei, das Festival zu beenden, eine klare Absage“. und verweist auf den Beschluss des Landtages von März 2018, wonach man sich geeinigt hätte, das Festival weiter zu entwickeln. Auch die Grünen sorgen sich um die Zukunft von Impuls und wollen Planungssicherheit. Man stehe hinter dem Festival und seinem Intendanten, unterstreicht Kultur-Sprecher Wolfgang Aldag. „Das Festival muss weiterhin 2020 und darüber hinaus stattfinden. Es braucht eine zügige Zusage“, so der Grünen-Politiker. Der landesmusikrat spricht von einem Armutszeugnis, würde das Orchesterfestival pausieren.