New York (dpa) - Das Haus der US-Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks (1913-2005), das ein Künstler mehrere Monate lang in seinem Garten in Berlin ausgestellt hatte, wird in den USA versteigert.

Das Holzhaus mit Spitzdach und zwei Stockwerken könne bis zu 3 Millionen Dollar (etwa 2,6 Millionen Euro) einbringen, teilte das New Yorker Auktionshaus Guernsey's mit. Parks gilt als Ikone der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung, seit sie sich 1955 weigerte, ihren Platz im Bus für einen Weißen zu räumen.

Das Haus war ursprünglich im Besitz der Familie des Bruders von Rosa Parks, Sylvester McCauley. Dann war es lange verlassen und sollte abgerissen werden, bis Rosa Parks‘ Nichte Rhea McCauley es für 500 Dollar kaufte. Sie versuchte es zu retten, traf schließlich den in Berlin lebenden Künstler Ryan Mendoza und spendete es ihm.

Mendoza verschiffte das Haus nach Berlin und baute es 2017 auf seinem Grundstück im Stadtteil Wedding wieder auf, wo es sich Hunderte Menschen anschauten. Anfang des Jahres kehrte das Haus dann über den Atlantik zurück in die USA und war für einige Zeit an der renommierten Brown University in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island zu sehen.

Die Auktion ist für den 26. Juli angesetzt. 50 Prozent des Erlöses sollen an die Stiftung von Rosa Parks' Nichte McCauley gehen.

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