Berlin (dpa) - Gleich zweimal hat sich der Sammler Friedrich Christian Flick entschlossen, den Staatlichen Museen zu Berlin eine große Zahl von Kunstwerken zu schenken.

Bis zum 13. März 2016 zeigt das Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof eine neue Überblicksausstellung unter dem Titel A Few Free Years. So heißt auch eine Installation des Amerikaners Jason Rhoades (1965-2006) aus Spielautomaten, Bewegungsmeldern und anderen technischen Geräten.

Zur Ausstellung gehört das Saloon Theater des US-Künstlers Paul McCarthy, eine Videoinstallation mit Sperrholzbauten. Der deutsche Turner-Preisträger Wolfgang Tillmans ist mit 37 Tischobjekten vertreten. Von der Amerikanerin Cindy Sherman, die für ihre verstörenden Fotoinszenierungen bekannt ist, sind Werke aus der Reihe Sex Pictures dabei.

Die Friedrich Christian Flick Collection gilt als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst. Der 71 Jahre alte Industriellen-Erbe legte Mitte der 80er Jahre den Grundstein für seine Kollektion, zu der Tausende Werke zählen. Für die Berliner Museen waren die Schenkungen in den Jahren 2008 und 2014 ein außerordentlicher Glücksfall, wie es in der Ankündigung zur neuen Ausstellung heißt.