München/Kochel am See (dpa) - Mit einer Ausstellungstrilogie und einer Reihe von Veranstaltungen gedenkt das Franz Marc Museum im oberbayerischen Kochel am See im kommenden Jahr des 100. Todestages seines Namensgebers.

Drei Hauptwerke des Malers werden dazu als Leihgaben aus großen Sammlungen in den USA und Europa jeweils ein Vierteljahr in dem Museum gezeigt, wie es bei der Vorstellung des Jahresprogramms am Dienstag in München hieß.

In einem Symposium wird zudem das Wirken Marcs beleuchtet. Außerdem gibt es Lesungen und Konzerte. Vor allem die farbenfrohen Tierbilder Marcs - etwa sein Blaues Pferd, der Gelbe Tiger oder die Roten Rehe - stehen für den Aufbruch der Kunst in eine neue Epoche. Marc war einer der führenden Mitglieder der Künstlerschule Blauer Reiter.

Bei den Leihgaben, die im Jubiläumsjahr in Kochel zu sehen sind, handelt es sich um Das arme Land Tirol (6. März bis 5. Juni), Weidende Pferde IV (12. Juni bis 11. September) und Kämpfende Formen (18. September bis 15. Januar 2017). Die drei Ausstellungen sollen Schönheit und Wirkung der Einzelwerke Marcs in den Vordergrund rücken. Daneben verdeutlichten Skizzen, Studien und Werke von Künstlerkollegen den Entstehungsprozess des jeweiligen, zentralen Exponats.

Der in München aufgewachsene bedeutende Vertreter des deutschen Expressionismus starb am 4. März 1916 im Ersten Weltkrieg an der Westfront vor Verdun. Bei einem Erkundungsritt trafen ihn Granatsplitter tödlich am Kopf. Er ist in Kochel am See beerdigt. Zu seinem 100. Todestag erscheint der Katalog Franz Marc - Zwischen Utopie und Apokalypse. Das 1986 eröffnete und 2008 erweiterte Franz Marc Museum ist dem Maler gewidmet.

Franz Marc Museum